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Immortal Souls: IV: The Requiem For The Art Of Death

Melodic Death Metal aus Finnland
Wertung: 8.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 52:47
Release: 07.10.2011
Label: Dark Balance

Die Finnen von Immortal Souls sind nun wahrlich keine Anfänger mehr im Musikbusiness. Bereits seit 1991 treibt die Band ihr Unwesen. Die aus dem hohen Norden stammende Combo betitelt ihre Musik als „Winter Metal“. Dieser soll nach einem „Wind an einem schönen frostigen Morgen“ klingen. Da kann man sich jetzt was darunter vorstellen – oder eben auch nicht. 

Wenn man sich auf die üblichen Genres beschränkt, dann spielen Immortal Souls Melodic Death Metal, und zwar meist die schnelleren Varianten davon. Die Musik wirkt treibend und erinnert stellenweise an Wintersun oder manchmal auch an Children Of Bodom - Finnen unter sich. Unter Verwendung verschiedener Gitarrensounds, cleaner Klampfen („Thoughts Of Desolation“, „One Last Withering Rose“), Schreigesang und klarer Stimme („One Last Withering Rose“) gedeiht die Musik zur größtmöglichen Vielfalt. 

Die Songs sind sehr abwechslungsreich strukturiert. Es gibt sehr viele unterschiedliche Tempi, kleine Einschübe, die den jeweiligen Song aufbrechen und auch viele interessante Gitarrensoli wurden mit eingewirkt. Langeweile kommt also wirklich nicht auf. Anders betrachtet braucht der Ottonormalhörer eine ganze Zeit, um sich in die Tiefen der Songs vorzuarbeiten und den roten Faden zu finden. Immer wieder muss man diesen zu Beginn auch wieder neu suchen. Arbeitet man sich durch diese Phase hindurch, dann wird man mit wunderbarer Musik belohnt, die aggressiv, sphärisch, melodisch und sehr vollkommen klingt. Das Album kann also keinesfalls als Schnellschuss oder unausgereift angesehen werden.

Produktionstechnisch gesehen kann man der Scheibe kaum etwas ankreiden. Der Sound ist sauber, druckvoll und ehrlich direkt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Gitarren und den Gesang verwendet. Vor allem die Sechssaiter wurden wirklich brillant entwickelt.

Textlich wurde ein Konzept verwirklicht. Das ist vor allem interessant, wenn man die Umstände des Songwritings berücksichtigt. Hier wurde alles komplex geplant und ausgearbeitet. Im fertigen Produkt macht sich dieser Perfektionismus durchaus bezahlt.

Für Fans des ausgearbeiteten Melodic Death Metals ist die Scheibe besonders attraktiv. Nicht so oft bekommt man so viel Potenzial auf so engem Raum serviert. Dichte, komplexe Songs paaren sich mit ausgefeilten Riffs und die Songs bieten genügend Tiefe, um sich nicht nur ein paar Tage damit zu beschäftigen. Genrefremde könnten aber durchaus einen Blick riskieren, vor allem, weil sich die Band nur sehr widerwillig in ein bestimmtes Konzept pressen lassen will. Das größte Gut der Gruppeist ihr großer Ideenreichtum. "IV: The Requiem For The Art Of Death" ist ein ausgewogenes, ausgereiftes Konzeptalbum, das als Einheit wirkt. Ein schönes Beispiel finnischer Metalkunst. 

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