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Illdisposed: Sense The Darkness

Die Walze rollt wieder
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal, Melodic Death Metal
Spielzeit: 53:59
Release: 21.09.2012
Label: Massacre Records

Bereits das 13. Album bringen die Dänen von Illdisposed nun auf den Markt. Nicht erst damit erweisen sich die Todesbleier als wahre Arbeitsmonster. Nebenbei ist die Band auch ständig auf Achse und erfreut ihre Fans auch live mit ihren Darbietungen.

Wenn man ein wenig zu „Sense The Darkness“, so der Titel des brandneuen Albums, recherchiert, dann stößt man auf eine weitere, schier unglaubliche Zahl. Die 13 Alben wurden nämlich in einem Zeitraum von fast genau 20 Jahren veröffentlicht. Im Schnitt macht das grob eine Platte alle eineinhalb Jahre. Arbeitsmonster eben.

Musikalisch haben sich die Dänen nur in Nuancen verändert. Selbst wenn man die komplette Bandgeschichte betrachtet gibt es keine allzu großen Ausreißer. Das ist bei „Sense The Darkness“ nicht anders. Schon während der ersten Takte des Titeltracks merkt man, dass hier nur Illdisposed am Werke sein können. In gewohnter Manier walzen sich Bo und die Jungs durch Mid-Tempo-Kracher und Up-Tempo-Prügler. Der Schwerpunkt liegt aber wie gewohnt bei eher trägen und wuchtigen Nummern.   

Nachdem schon das Vorgängeralbum als wuchtigstes und brutalstes Album der Dänen angekündigt wurde, schalten die Musiker nun noch mal hoch. Schon der Opener und gleichzeitige Titeltrack sorgt für angespannte Nackenmuskeln. Im Vergleich zum bereits vorab veröffentlichten „Eyes Popping Out“ klingt die Nummer aber jungfräulich.

Die zweite Nummer auf der CD ist richtig fett geworden. Der Song ist griffig, roh, aggressiv und kurzweilig. Die Gesangslinien pendeln zwischen schwer übersteuernd und dem „normalen“, vom Übersteuern auch nicht leicht zu unterscheidenden Gegrowle von Fronter Bo. Die Nummer erhält dadurch eine gewisse Surrealität, die dem Lied noch zuzüglich Drive verleiht.

Natürlich würde weder „Eyes Popping Out“ noch irgendeine andere Nummer auf der Scheibe so wuchtig klingen, wenn nicht der Sound dementsprechend fett wäre. Verantwortlich dafür zeichnet sich Tue Madsen. Der Mann mixt sich schon länger von einem Meisterwerk der Tontechnik zum nächsten. Klar, der bevorzugte Sound von Tue ist Geschmackssache, hier passt sein Stempel aber wunderbar und er ergänzt die Aussage der Lieder optimal.

Logischerweise gibt es nicht nur ein erwähnenswertes Stück auf dem Silberling. „Never Compromise“ zaubert durch das dänisch gesprochene Intro ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer, bevor dieses aufgrund einer brachialen Soundwand wieder schlagartig verschwindet. „I Am Possessed“ ist eine typische Brutalwalze mit sehr hohem Wiedererkennungswert. Es könnte gut sein, dass dieses Stück seinen Weg in das Liveset der Band findet. Auch typisch für die Band kommt „She’s Undressed“ daher. Das Lied wechselt zwischen schnellen und langsameren Elementen und verknüpft dabei pure Aggression mit sehr viel Melodie, die sich auch im Gitarrensolo bemerkbar macht.

Das 13. Illdisposed-Album kann schnell überzeugen und die Lieder wirken auch nachhaltig. Die Musik ist dicht, eingängig und trotzdem filigran. Durch die vielfach verbauten Spielereien wird der aufmerksame Hörer lange seinen Spaß an den Songs haben. Wer nun aber etwas Außergewöhnliches von den Dänen erwartet hat, der wird enttäuscht sein. Die Band macht das, was sie am besten kann. Dabei haben sich die Musiker sogar noch ein Stück weiterentwickelt.

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