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Ill Nino: Enigma

Nachwievor bärenstarker Latin Nu Metal
Wertung: 8.5/10
Genre: Latin Nu Metal
Spielzeit: 54:6
Release: 28.03.2008
Label: Cementshoes Records

Die Latin-Nu-Metaller von Ill Niño melden sich 3 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „One Nation Underground“ mit einer neuen Langrille namens „Enigma“ (griechisch für Rätsel) zurück. Allerdings kommt diese nicht wie gewohnt über Roadrunner Records heraus, sondern über das kleine Label Cementshoes Records. Man wechselte, da die Band nicht mehr die Aufmerksamkeit von ihrem Label bekam, wie sie es erwartete. Weswegen auf der CD allerdings noch das AFM Records Label drauf prangt, ist mir absolut unbekannt.

Die Musik ist aber nach wie vor gleich geblieben. Weiterhin präsentieren Ill Niño ihre eigenständige Musik und kombinieren dabei einzigartig Elemente aus dem Nu Metal, Latin Percussions, Alternative Rock und einigen Thrash Tendenzen. Letzteres fällt vor allem bei dem relativ brachialen „Compulsion of Virus and Fever“ auf, ein Song, der mich irgendwie leicht an Machine Head erinnert, bei denen Gitarrist Ahrue Luster schließlich auch vorher musizierte.

Doch gibt´s nicht nur was vor den Latz geknallt, sondern auch wie gewohnt vielschichtige Songs, die nach wie vor originell klingen. Zwar hat man sich von den extrem groovigen Songs des Debuts „Revolution Revolución“ etwas entfernt, doch dafür hat die Hitdichte zugenommen, auch wenn ich einen Megasong des Kalibers „Unframed“ vom „Confession“ Album vermisse.

Dennoch bieten die Amis um Drumtier Dave Chavarri (der vor allem bei der „Roadrunner United Allstar Session“ beeindrucken konnte!) massig herausragende Songs, bei denen vor allem der wuchtige Groove-Opener „Alibi of Tyrants“ gleich zu Beginn einen Pogo-Pit im Wohnzimmer entstehen lassen. Zu dem Song wurde übrigens auch ein Videoclip abgedreht! Die Percussions kommen dafür bei „Pieces of the Sun“ (was auch als Single ausgekoppelt werden soll), aber vor allem beim leicht arabisch angehauchten „Finger Painting (With the Enemy)“ heraus.

Vorhin vermisste ich doch einen Song der Marke „Unframed“: Am ehesten kommt hier „March against me“ heran, der ebenfalls sehr eingängig mit saucoolem Refrain ausgefallen ist, aber einen kleinen Schritt hinterherhinkt. Trotzdem saustarker Track! Einen Ausflug ins Latin Lager unternimmt man mit „2012”, wobei vor allem das Gitarrensolo im Mittelteil sehr stark an Santana (wie übrigens auch „Estoy Perdigo“), der restliche Song aber irgendwie eher an Mudvayne erinnert.

Weitere Geheimtipps sind die Ballade „Me Gusta La Soledad”, als auch die direktere Nummer “Guerilla Carnival”, die allerdings im Gegensatz zu den übrigen Stücken recht düster ausgefallen ist und sogar fast schon eine bedrückende Atmosphäre aufkommen lässt, als auch die saucoole Latin-Ballade „De Sangre Hermosa“, die das Album mit ruhigen Klängen beendet.

Fazit: Fans brauchen keine Angst haben, dass Ill Niño durch den Weggang von Roadrunner Records an Qualitäten einbüßen würden. Solch ein Anschein kann schnell entstehen, da man oft dahinter vermutet, dass die Plattenfirma nicht mehr so ganz zufrieden mit dem gebotenen Material ist. Im Falle von „Enigma“ kann ich euch aber wirklich beruhigen, denn die Scheibe ist wie gewohnt ein wahrer Hammer geworden.

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