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Ikon: Flowers For The Gathering

Ikon zeigen, was sie drauf haben
Wertung: 9/10
Genre: Wave Gothic
Spielzeit: 108:10
Release: 03.06.2011
Label: Echozone

Gehen wir nun zurück ins Jahr 1996. In diesem Jahr veröffentlichte die Band Ikon ihr zweites Album und nannte es „Flowers For The Gathering“. Zwei Jahre zuvor war die Band aus Australien mit „In The Shadow Of The Angel“ bekannt geworden. Damals machte die Band deutlich, dass es auch auf dem wohl sonnigsten Kontinent gute schwarze Musik geben kann. Kurz, sie überzeugten die schwarze Szene und fortan wurde der Körper zu Ikons Melodien im Kreis gewogen. Auch der Nachfolger machte ihre Stärke deutlich: schwere Gitarrenriffs mit einer starken, samtigen Stimme in Verbindung zum düster-romantischen Höhepunkt zu verbinden.

Nun aber wieder ab ins Jahr 2011, ins heute. Heute veröffentlichen die Australier das eben genannte Album, komplett remastered. Und nicht nur das, sie bringen es als Doppel-CD raus, die es in sich hat.

Beginnend mit den bekannten elf Songs zeigt sich im ersten Song „Persuasion“ die Weiterentwicklung Ikons. Hat man sich beim ersten Album noch etwas Abwechslung gewünscht, waren die ersten Songs allesamt gut, aber brachten wenig innere Stärke, ist hier schon der erste Song das, was man sich damals gewünscht hat. „Persuasion“ ist frischer, ohne das Dunkle eintauschen zu müssen. „Somewhere Else“ macht genauso weiter. Schon die damaligen Kritiker waren sich darüber einig, dass hier Entwicklung stattgefunden hat.

„Into Your Madness“ beginnt mit Orgelmusik und anschließendem Synthesizer. Die Melodie lässt einen direkt aufspringen und die Tanzfläche erobern. Dann erst wird es durch den Sänger unterstützt. Ein Ohrwurm, wie man sich ihn nur wünschen kann. „Camouflage Heart“ dagegen hat beinahe folkige Einflüsse und man würde sich wohl nicht wundern, wenn nun auch ein Didgeridoo hören würde. Darauf wird aber verzichtet und mit dem Einsetzen der Stimme von Chris McCarter ist dieser Eindruck auch wie weggeblasen. Düstere, gotische Klänge und eine tiefe Stimme, wo man sich nur fallen lassen kann.

Diese zweite Veröffentlichung der Band enthält Songs, die man wieder und wieder hören kann und muss und somit ist es nur gut, dass es die CD wieder zu kaufen gibt und man nicht hoffen muss, sie in der elektronischen Bucht zu finden oder sie Übersee ordern zu müssen.

Aber nun ist das Interessante natürlich für alle Ikon-Liebhaber, was denn nun mit der zweiten CD sei. Ganz einfach: ein Haufen weiterer Songs, die man wieder und wieder hören kann. „The Empty World“ zum Beispiel, oder aber auch „Answers To Nothing“ zeigen auf, wofür Ikon stehen. Chris McCarter läuft hier zu Hochform auf und die einzige Frage, die offen bleibt ist: Warum musste man nun fünfzehn Jahre warten bis zu dieser zweiten CD?
Auch noch enthalten der Song „Decline Of The Anti-Christ“, ein Song, wie er zu finden sein müsste unter der Frage, was denn nun Wave-Gothic sei.  Das Kapitel Re-Veröffentlichung wird mit zwei schönen Remixen von den Songs „Sleepless“ und „Life Without End“ abgeschlossen. Hier sollte jeder reinhören, denn alles, was hier geschrieben werden würde, wäre zuviel. Es wäre, als wenn die letzten Zeilen eines Buches vorher gelesen werden würde. Gesamturteil an dieser Stelle ist einfach: empfehlenswert.

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