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Ignition: We Are The Force

Starke erste und kurze Standortbestimmung
Wertung: 8/10
Genre: (Modern) Power Metal
Spielzeit: 18:17
Release: 29.04.2016
Label: Roll The Bones Records

Synasthasia sind Geschichte, Blood Of God haben ausgedient, da versammelt Duisburgs Urgestein Schally gleich mal ein paar alte/neue Weggenossen um sich und gründet mir nichts, dir nichts mit Ignition eine neue Band, die sich dem (modernen) Metal verschrieben hat. Bei erstgenannter Band hatte er ja noch den Klampfen- und Backingvocals-Posten intus, beim zweiten Beispiel musste man sich als Ruhrpott-Undergroundjünger daran gewöhnen, dass Schally sich nur noch auf den Gesang konzentriert. Und waren bei Blood Of Good noch diverse Core- und Growlausflüge zu verzeichnen, so hat sich das mittlerweile auch erledigt – Melodie bei Gesang und Instrumenten ist angesagt.

Mit dem ersten EP-Lebenszeichen „We Are The Force“ haben sie nicht nur einen Deal mit dem noch jungen Label Roll The Bones Records an Land ziehen können, sondern Titel-technisch schieben sie schon mal einen Haufen pralle Eier vor sich her, dafür kommt das Coverartwork eher anachronistisch mit dem Schriftzug auf schwarzem Hintergrund daher – doch so altgedient, was sie da vielleicht optisch darbieten wollen, sind sie halt nicht, auch wenn die ganzen Core-Inhalte verschwunden sind.

Mit dem Opener und Titeltrack „We Are The Force“ legen sie schon einen recht zackigen Aufgalopp hin, treten schnell Arsch und vergessen dann nicht, den Refrain deutlich hymnischer auszugestalten und dadurch den Mitmachfaktor anzuheben – moderner Power Metal, der weitab von ausgelaschten Glattpfaden stattfindet und einen sehr guten Eindruck hinterlässt. In der Folge aber nehmen die Duisburger deutlich weniger Fahrt auf. „A Whisper From The Dark“ muss zwar nicht auf Doublebass-Power verzichten, legt aber im Midtempo weniger Durchschlagskraft vor, gleicht das aber erneut durch den Ohrwurm-artigen Charakter und ausreichend Mitgrölmöglichkeit aus, wobei gesanglich Dennis 'Schally' dann gar mal bei den Growls anklopft.

Deutlich mehr Doublebass-Gewummer und durchweg leicht aggressiver, aber immer melodischer Gesang prägen anschließend „I'll Take The Shelter“, die Klampfe drängt sich durch ein interessantes Solo in den Vordergrund, den richtigen Hymnenvogel schießen Ignition mit dem Rausschmeißer „Reveal My Day“ ab – klar, die beste Nummer am Schluss, sodass man kaum noch Gründe findet, den Duisburger Kurzerguss nicht gleich nochmal abzuspielen. Der Song ragt allein schon durch die Gesangsarrangements heraus und da brat mir doch einen einen Storch, wenn das hier nicht als Duett angelegt ist und Motorjesus-Frontnase Birx gleich mal mitshoutet – sollte das nicht stimmen, so bietet sich gerade diesen Nummer für genau solch ein „Experiment“ an.

Natürlich ist eine EP immer nur eine Standortbestimmung, für eine noch junge Band aber immer auch ein erstes und für den Fan günstiges „Goodie“. Im Herbst soll dann auch neues Material folgen, man darf aber auch so gespannt sein, wohin sich die Songs, die mittlerweile ja auch schon diverse Livetests angehen, entwickeln. Für das erste Release aber geht der Daumen ohne Probleme nach oben.

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