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Icon In Me: Human Museum

Eine schwedisch-russische Verbindung
Wertung: 7/10
Genre: Modern Thrash Metal
Spielzeit: 46:47
Release: 02.05.2009
Label: Massacre Records

Na, aber Hallo, Fear Factory sind zurück. Nein, nicht ganz, aber von den ersten Takten der schwedisch-russischen Modern Thrash Metaler Icon In Me könnte man glatt auf diesen Gedanken kommen, da Produzent Jacob Hansen (war auch bereits für Destruction und Mercenary tätig) für den typisch klinischen Sound der „Angstfabrik“ gesorgt hat. Mit diesem Debüt will die mulitkulturelle Kombo für mächtig Furore sorgen. Die Vorzeichen sind nicht schlecht, denn auf „Human Museum“ tummeln sich einige Gastmusiker wie beispielsweise Steve Smyth (ex-Nevermore, Testament) und die Livepremiere feierte man tatsächlich im Vorprogramm von Machine Head, wo auch ihr Videoclip „That Day, That Sorrow“ entstand.

Icon In Me erfinden hier nichts neu, soviel sei schon vorab erwähnt. Aber sie gehen mit einer unüberhörbaren Energie ans Werk. Einen besonderen Reiz machen auch die cleanen Vocals aus, die sicherlich auch vielen Core-Fans (welcher Art auch immer) zusagen dürften. Es zeichnet die Band aber aus, dass sie die schmale Grenze zum Metalcore hier nie überschreitet und stattdessen eine schmale Gratwanderung vollführt. Hört euch „That Day, That Sorrow“ an, eine moderne Thrash Metal Nummer, die mit extrem old-schooligen Gitarren punktet.

Das einzige, was nach mehreren Durchläufen als Kritikpunkt auffällt, ist die mangelnde Abwechslung. Vielen Songs fehlt so etwas simples wie eine griffige Hookline, die sich festsetzt. Eine Ausnahme ist „Moments“, das deutlich von den ehemaligen Bands der Bandköpfe Tony JJ und Morten beeinflusst ist. Tony JJ war unter anderem bereits bei Mnemic aktiv, während Morten schon die Felle von Soilwork oder Hatesphere vermöbeln durfte. Unterm Strich ist „Moments“ ein Track, der stark an das „Stabbin The Drama“ Album von Soilwork erinnert.

„Human Museum“ ist ein gutes, modernes Album geworden. Ob man ein Sammelsurium von allem, was die junge Generation toll findet, unbedingt braucht, muss man selbst entscheiden. Als Musterbeispiel sei „To The End“ genannt, was so ziemlich abdeckt, was man heutzutage zu brauchen scheint: abgehackte Riffs, Mosh – Breaks und natürlich das unverzichtbare „Mal gekreischt, mal clean“-Spielchen beim Gesang. Icon In Me kann man aber immerhin zugestehen, einige gute und vor allem frische Ideen in diesen Sound einzubauen. Und auch über die instrumentalen Fähigkeiten gibt es nur Positives zu vermerken. Nur leider können die fünf Musiker diese (noch) nicht auf Albumdistanz in starke Songs ummünzen. Aus dem großen Markt stechen sie daher nicht heraus.

Fear Factory sind es also nicht ganz geworden, aber immerhin ein Reinhören sind die Schweden/Russen wert, wenn man sich für die im Text genannten Bands begeistern kann.

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