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Icewind: Again Came The Storm

Nicht heiß, aber auch nicht richtig kalt
Wertung: 6.5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 52:01
Release: 15.11.2010
Label: Metalodic Records

In einer schwierigen Position befinden sich momentan die kanadischen Power Metaller von Icewind. Kurz nach der Veröffentlichung ihrer zweiten Platte „Again Came The Storm“ verließ Sänger Gabriel Langelier die Band. Zu allem Überfluss sind die verbliebenen Musiker auch immer noch auf der Suche nach einem Bassisten. Doch die Band will den Kopf nicht hängen lassen und die freigewordene Stelle mit einer Frau neu besetzen.

Das zweite und letzte Album mit Gabriel Langelier steht seit November in den Läden und es ist einen genaueren Blick wert. Einige interessante Namen sind schon beim Cover und beim Recording im Spiel. So zeigt sich Alan Douches für das Mastering verantwortlich. Er konnte sich einen Namen durch die Zusammenarbeit mit Bands wie Symphony X, Mastodon, Sepultura oder auch Killswitch Engage machen. Das Cover hat Jan Meininghaus entworfen. Dieser ist auch kein Unbekannter, er hat seine Pinsel schon für Falconer, Brainstorm, Mystic Prophecy und Dream Evil geschwungen.  

Das Cover ist auch dementsprechend gelungen, was man vom Sound allerdings nicht behaupten kann. Dieser ist eigentlich nicht so schlecht, die Instrumente und der Gesang sind alle einzeln wahrnehmbar und klar produziert, doch im Gesamtbild fehlt einiges an Druck und Dynamik. Da hätte man schon etwas mehr draus machen können.

Dafür sind die Songs recht gut. Die Platte wird nicht langweilig obwohl die Musik sehr an den Gesangslinien orientiert ist. Dieser ist dann auch ein Highlight der Scheibe. Gabriel Langelier, seines Zeichens Sänger mit klassischer Ausbildung, zieht den Fokus immer wieder auf sich und versteht durch den Ausdruck seiner Stimme sehr viele Emotionen zu vermitteln.

Stilistisch siedelt sich „Again Came the Storm“ im Bereich Power Metal und Melodic Power Metal an. Die Stücke sind meist aufwendig arrangiert und nicht zu sehr am Ohrwurmcharakter orientiert. Viele Ideen der Band sind gut durchdacht und klingen  auch dementsprechend professionell. Gute Beispiele hierfür sind Stücke wie „My Own Tragedy“ oder auch „The Last March“. Ein Highlight der CD ist dann der Titeltrack „Again Came The Storm“.

Das Schwierige an dieser CD ist in ihr etwas Besonderes zu erkennen. Auf „Again Came The Storm“ gibt es nicht viel Negatives, aber leider auch nicht viel Herausragendes. Die Stücke sind gut, die Texte sind gut und die Musiker auch. Doch, um sich im Dschungel der unzähligen Power Metal Bands zu behaupten, fehlt eine ganze Menge Individualismus. Nur gut musizieren zu können, reicht schon seit den siebziger Jahren nicht mehr.

Fans des Genres sollten durchaus ein Ohr riskieren. Schön zu hören, ist das Album allemal. Melodiefans sind hier auch vollkommen richtig, Nightwish Fans übrigens auch. Todesbleianhänger sollten aber einen großen Bogen machen.  

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