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Iced Earth: Overture Of The Wicked

Fans vom Ripper kaufen sich die EP eh
Wertung: 9/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 22:28
Release: 05.06.2007
Label: Steamhammer/SPV

Iced Earth sind für viele leider nicht mehr das Hoch der Gefühle. Sei es nun wegen des Songmaterials der „Glorius Burden“ oder sogar schon seit der „Horror Show“ von 2001, oder wegen der Tatsache, dass der sympathische Mann mit der roten Mähne, Matthew Barlow, von Ripper Owens abgelöst wurde. Man kann jede Meinung verstehen, aber ich stand bis jetzt immer noch hinter Iced Earth und sie bleibt bis heute immer noch eine meiner Lieblingsbands.

Was viele nun verteufeln könnten, treibt mir die Freudentränen in die Augen. Bald erscheint ein neues Iced Earth Album, auf dem Schaffer seine 1998 begonnene „Something Wicked“ Saga weitererzählt, und diese Mini EP mit dem Namen „Overture Of The Wicked“ bietet dem Hörer nun einen neuen Song der kommenden Platte und eine Neueinspielung der „Something Wicked“ Trilogie mit Owens am Gesang (Und hier sind sie, die Freudentränen!).

Ich liebe Barlow, aber eben auch Owens und ich war schon immer gespannt darauf, wie sich alte Iced Earth Songs mit dem neuen Frontmann anhören würden. Und ich kann sagen, ich bin überzeugt und wünsche mir erneut eine Art „Days Of Purgatory“, bei dem Barlow ebenfalls alte Songs erneut eingesungen hatte. Doch nun zur EP.

Der neue Song „Ten Thousand Strong“ beginnt ohne zögern mit starkem Riff, hohem Schrei und Double-Bass und ich kann mir ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen. Ein powergeladener Song, der mit Chor belegtem Ohrwurm-Refrain ausgestattet ist und auch eine Schaffertypische melodische Bridge besitzt. Owens singt wieder göttlich und die Produktion knallt auch wunderbar und so macht „Ten Thousand Strong“ wirklich Appetit auf das neue Album.

Dann geht es los mit Altbekanntem. Auch wenn es sich um eine Neueinspielung handelt, so hat es sich Schaffer nicht nehmen lassen, minimale Veränderungen vorzunehmen. So setzen bei „Prophecy“ schon von Beginn an die Gitarren als Akzentsetzung ein und der durch den Bass eingeleitete Part wird gedämpft und nicht offen gespielt, was allerdings etwas die Dynamik des Songs nimmt, aber immer noch klasse klingt.

„Birth Of The Wicked“ hat etwas abgeänderte Soli, die mir besser gefallen als das Original, ich weiß nicht, ob sie von Schaffer oder dem jetzigen Gitarristen Tim Mills stammen, doch sie passen super zum Song.

„The Coming Curse“ verzichtet in der Neueinspielung auf das Klavier am Anfang, das ich jedoch eher begrüße als verteufele, denn so spannend fand ich das Klavier beim Original nicht.

Doch nun das wichtigste: Der Gesang. Man merkt ohne Zweifel, dass diese Songs für einen Matt Barlow zugeschnitten wurden. Doch einen Song wie „Prophecy“ finde ich von Owens genauso interessant wie von Barlow und auch „Birth Of The Wicked“ kann da sehr gut mithalten, auch wenn da schon etwas mehr auffällt, dass dieser Song für Barlow gedacht war. Am ehesten merkt man es jedoch bei „The Coming Curse“. Dieser Song klingt besonders bei den Strophen von Barlow einfach besser bzw. passender. Die Bridge mit den Screams eines Owens allerdings haut für mich wieder einiges raus.

Fazit: Ich finde den neuen Song sowie die Neueinspielungen wirklich äußerst gelungen und ich kann es kaum erwarten, den nächsten Longplayer der Amerikaner in meinen Händen zu halten. Das ewige hin und her zwischen Barlow-Version oder Owens-Version wird keinesfalls ausbleiben, aber ich finde, beide haben ihre Berechtigung, zumal die neue Version der Trilogie nur auf dieser EP vertreten sein wird und einfach die Saga wieder in das Gedächtnis rufen soll, bevor sie letztendlich zu Ende erzählt wird. Fans vom Ripper kaufen sich die EP eh, und alle weinenden Barlow Fans, die Ripper sowieso verteufeln, sollten sich schon mal eine neue Packung Taschentücher holen...oder auch mal reinhören.

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