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Ibridoma: Page 26

Die Akzeptanz des Sängers wird den Erfolg bestimmen
Wertung: 4.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 27:07
Release: 30.11.2007
Label: SG Records

Eine weitere Band aus Italien hat sich auf den Weg gemacht, dem Metal eine neue Klangfarbe zu geben: Ibridoma. Obwohl, so richtig neu ist hier eigentlich nichts, denn man bedient sich der ganz frühen NWOBHM-Schiene und könnte irgendwie aus dem größeren Dunstkreis von Iron Maiden stammen. Wobei man diesen Hinweis mit Vorsicht genießen sollte, denn wir bewegen uns hier auf einem ganz anderen musikalischem Level.

Mit kräftigem Bass von Lorenzo Petrini und ein paar Gitarrenspielereien beginnt der Opener recht forsch. Und irgendwie klingt alles noch recht gut, wenn auch sehr rau und ungehobelt, bis dann Christian Bartolacci sein Mikrophon schnappt und loslegt. Mit seiner ein wenig quietschigen Stimme wird er den Geschmack der Hörerschaft spalten. Die einen bekommen Zahnschmerzen, die anderen sind begeistert, mal andere Töne zu hören. Der Refrain ist zwar wirklich gelungen und auch Marco Vitalis Lead-Gitarre sorgt für positiven Hörgenuss, aber irgendwie fehlt die kompositorische Klasse. Gute Ideen sind noch keine fertigen Songs.

„Page 26“ rockt dann ein wenig straighter daher. Der Gesang quäkt sich irgendwie gelungen durch den Refrain und versprüht seinen seltsamen Charme. Eigentlich nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht herausragend genug, auch wenn man schon eine solide Instrumentenbedienung attestieren kann. 

„Angels From Hell“ beginnt eigentlich auch wieder zu eintönig, wobei das aber auch ein wenig am nicht ganz gelungenen Gesamtsound liegen könnte. Christian Bartolacci nimmt wieder das Ruder in die Hand und geleitet die Band durch den Song. Er scheint ganz klar der Frontmann zu sein. Ohne seine führende Gesangsrolle würden die Songs wohl eher komplett untergehen. Trotzdem bildet genau seine eher gewöhnungsbedürftige, aber nicht schlechte Stimme das Hauptproblem der Band. Im Sleaze Rock wäre er wohl sehr willkommen, aber im hier dargebotenen Heavy Metal bin ich mir nicht sicher, ob das gut geht.

„Dreams Of The Past“ ist dann die obligatorische Ballade. Schön, wie Schlagwerker Alessandro Morroni hier den Song zu Beginn einleitet und gemeinsam mit der gefühlvollen Gitarre für Freude sorgt. Trotzdem ist da irgendwie eine etwas seltsame Stimmung, die sich nach und nach aufbaut und den Song dann doch eher in eine rockige Nummer zu verwandeln scheint. Ob man hier versucht, etwas genauso Komplexes, aber trotzdem Rockiges zu erschaffen wie es Judas Priest seinerzeit getan haben, bleibt erstmal im Verborgenen. Qualitativ passt das nämlich bei Weitem nicht. Trotzdem besitzt die Band wirklich gute Ansätze.

„Juliet“ beginnt mit akustischen Gitarren, bevor man dann wirklich balladesk die EP beendet. Sehr seltsam, wie Sänger Alessandro Morroni dann auch noch irgendwie das Kunststück schafft, ein wenig Björk-Flair einfließen zu lassen. Eine wirklich coole, dahin fließende Softnummer, die ich der Band hier sicher nicht zugetraut hätte. Dazu dann die Flöte und irgendwie läuft mir eine wohlige Gänsehaut über den Rücken. Starker Abgang.

Fazit: Ein extremer Sänger, durchwachsene Musik, all das hätte zwar auch in einem Debakel enden können, ist es aber nicht. Recht solide, wenn auch wenig herausstechend rockt sich die Band durch ihre fünf Songs. Dass man gute Ideen hat, sieht man hin und wieder, gepaart mit der Gesangsstimme kann es eigentlich nur nach unten oder oben gehen. Zu sehr werden sich die Gemüter an den Stimmbändern spalten. Aber genau diese sind es auch, das die Band aus der Masse hervorhebt.

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