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I The Unlord: I The Unlord

Düstere Atmosphäre ja, aber wenig Abwechslung
Wertung: 4.5/10
Genre: Death Metal / Metalcore
Spielzeit: 18:06
Release: 01.03.2009
Label: Eigenproduktion

Also, zumindest eins muss man dem Quartett I The Unlord aus Münster lassen: Dafür, dass es sich erst im Juni 2008 gegründet hat, ist es mit dem ersten Demo doch recht schnell aus dem Quark gekommen – meistens dauert das ja doch etwas länger. Allerdings sind hier immerhin Tobias Buck von Neaera an der Gitarre und Tom Huschka am Bass (ex-Deadlock) beteiligt und diese beiden Bands sind ja doch eine gewisse Referenz, was Melodic Death Metal beziehungsweise Metalcore in Deutschland angeht. 

Stilistisch gesehen haben diese beiden Bands zwar nicht wirklich viel mit dem zu tun, was I The Unlord hier präsentieren – denn Melodien kann man hier mit der Lupe suchen – doch werden diese auch gar nicht als Haupteinflüsse genannt, vielmehr bezieht sich der Vierer auf Gruppen wie Crowbar, Disembodied, Morbid Angel und The Acacia Strain.
Nun, zumindest Crowbar und selbstverständlich Morbid Angel sagen mir etwas, bei den anderen muss ich passen, und die Nähe zu Crowbar ist auf diesem fünf Songs starken Demo sicherlich schon zu hören, wenngleich Crowbar zumindest so etwas wie Struktur in ihrem Songwriting haben. Denn das Problem vorliegender CD ist schlicht ergreifend, dass von vernünftigem Songwriting nicht allzu viel zu hören ist. 

Klar handelt es sich hier ganz eindeutig um einen rohen Hassklumpen, um vertonte, pure Aggression und das Ganze klingt wirklich extrem angepisst, besonders, was das – wenig abwechslungsreiche, kein Stück akzentuierte – Geschrei des Frontmannes angeht, und natürlich ist diese Atmosphäre so gewollt – aber ein bisschen mehr Abwechslung hätte der Chose sicher nicht schlecht getan. Das ewig gleiche Schrammel-Riffing auf tiefer gestimmten Gitarren hört sich eher breiig als strukturiert an und Dynamik scheint ebenfalls ein Fremdwort für die Band zu sein. Somit bleibt leider auch nach mehreren Durchgängen fast nichts in den Lauschlappen hängen, lediglich „Heretic Nerd“ weiß noch halbwegs zu überzeugen. Weiterhin wird man das Gefühl nicht los, dass Schlagzeug und Klampfen nicht immer so ganz zusammen sind, doch darüber will ich mal hinwegsehen, weil dies nicht so eminent ist, dass es einen total stören würde.

Produktionstechnisch allerdings kann man den Jungs keinen Vorwurf machen, für eine Eigenproduktion klingt das absolut okay. Sollte man demnächst jedoch ein volles Album in Angriff nehmen, sollte man dringend das Songwriting überarbeiten, um mehr Abwechslung in den Laden zu bringen.

Ach ja: Was der Bezug auf Morbid Angel soll, ist mir ebenfalls ein ziemliches Rätsel, denn einen Einfluss von Trey Azagthoth und seinen Mannen kann ich beim besten Willen nicht heraushören. 

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