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I Smash The Panda: Nowadays Holocaust

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung
Wertung: 8.5/10
Genre: Deathcore, Metalcore
Spielzeit: 34:27
Release: 25.06.2011
Label: Eigenproduktion

Manche Bands bleiben wegen ihrer musikalischen Ergüsse im Gedächtnis, andere wegen ihrer mitunter kuriosen oder einfach nur saudämlichen Namen. I Smash The Panda decken da gleich beide Felder ab der Name bleibt hängen, weil man direkt an niedliche Pandababies denkt, die sich gegen die Deathcore-Keule der Oldenburger kaum wehren können, und zusätzlich fabriziert die Truppe auch noch einen Sound, den man gut und gerne als brachial bezeichnen darf.

Bereits im April 2010 wurde der Core hörende Teil der The-Pit.de-Redaktion auf die Truppe aufmerksam, die mit "Into The Panda Basement" eine erste Kostprobe ihres Könnens via EP-Format auf den Underground losließ. Im Juni 2011 wurde dann das erste Full-Length-Album der Niedersachsen nachgeschoben: "Nowadays Holocaust" hat einiges von dem jugendlichen Leichtsinn der "Basement"-Tage abgelegt und walzt eine gute Spur düsterer durch die Boxen. Und für Nachschub ist an sich auch hier schon wieder gesorgt: Pünktlich zum Herbstanfang diesen Jahres wird es nämlich bereits wieder eine neue Gratis-EP geben, auf die man als Death- und Metalcore-Fan schon wieder gespannt sein darf.

Der wilde Vierer lässt auch dieses Mal wieder wenig bis gar nichts anbrennen - ein bisschen besser organisiert präsentiert man sich auf der "Holocaust"-Scheibe, die auch optisch wesentlich düsterer daherkommt als der Vorgänger. Waren auf dem Erstling noch knuffige kleine Pfötchen zu sehen, wird die neue Platte von einem eher fiesen Panda auf blutrotem Hintergrund beherrscht, der übrigens auch auf den neuen Bandshirts zu sehen ist.

"Nowadays Holocaust" fängt eigentlich so an, wie "Into The Panda Basement" aufgehört hat mit der Jazzgitarre von "Win A Trip To Suck My Dick". Man fühlt sich gleich ein bisschen heimisch bei dieser Eselsbrücke zwischen den beiden Scheiben, die nostalgischen Gefühle werden einem aber von "Defeat Their Dignity" direkt wieder rausgeprügelt, das mit einer interessanten Mischung aus eher rockigen Gitarren und Dennis' derben Shouts richtig ins Album einsteigt. Da lassen natürlich auch die ersten Breakdowns nicht lange auf sich warten und man sieht sich schon knietief in Pandainnereien waten.

Bei einem genaueren Blick auf die Tracklist findet man übrigens mit "Valve To My Aggression", das seinerzeit bei der Rezensentin wochenlang rauf und runter lief und auch zwei Jahre später noch als Anspieltipp durchgeht, und "Kept Those Lies Inside" noch zwei Songs, die einem von der "Basement"-Platte bekannt vorkommen könnten. Neuere Songs wie "Last Hours" klingen im direkten Vergleich aber doch ein ganzes Stück derber als die älteren Sachen eine gute Entwicklung, die die Jungs da durchgemacht haben. Besonders bei diesem Stück bleibt natürlich die Instrumentalfraktion im Ohr; abgesehen von dem tighten Drumming setzen sich auch die Gitarrenspuren eine ganze Weile im Ohr fest.

"Epiloge" straft seinen Titel dann Lügen, denn es folgen immerhin noch zwei Songs unter anderem das rasante, gleich von Anfang an nach vorne pumpende "I'll Tear You Apart", das seinem Namen wiederum alle Ehre macht und nur zwischendurch für eine Handvoll Breakdowns kurz Zeit zum Luftholen lässt. Dennis keift, schreit und growlt sich durch den Track, als gelte es, die ganze Welt niederzubrüllen, bevor sich Gitarrero Pouja mit flirrenden Riffs einschaltet. Zum Finale steht dann noch der Titeltrack auf dem Plan, der bereits in den ersten zehn Sekunden allein durch das Leadriff ein derartig fettes Grinsen auf das Gesicht der Rezensentin zaubert, dass an Schreiben schon fast nicht mehr zu denken ist. Da haben sich I Smash The Panda das Beste tatsächlich mal bis zum Schluss aufgehoben Respekt!

Im Vergleich zu "Into The Panda Basement" haben die Jungs definitiv einiges dazugelernt, andererseits aber auch eine Winzigkeit von ihrer jugendlichen Frische eingebüßt insofern kann man sich punktetechnisch die Waage halten. Auf "Nowadays Holocaust" finden sich zumindest wieder einige Knaller allen voran der Titeltrack die es nicht nur wert sind, mehrfach gehört zu werden, sondern die einen auch der nächsten Veröffentlichung entgegenfiebern lassen.

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