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I Smash The Panda: Into The Panda Basement

Jugendlicher Leichtsinn vs. knallharter Deathcore
Wertung: 8.5/10
Genre: Hardcore, Deathcore
Spielzeit: 18:54
Release: 20.04.2010
Label: Eigenproduktion

I Smash The Panda sind ein kurioser Haufen. Nicht nur, dass sie dem putzigsten aller Bärchen ans monochrome Fell wollen, die gerade mal volljährigen Jungs zocken außerdem handfesten Deathcore mit Hardcore-Attitüde, der so gar nicht zu ihrem Alter passen will und überraschend tight daherkommt. Mehr als einmal kann das Quartett auf ihrer ersten EP „Into The Panda Basement“ derbe Schläge in die Magengegend verteilen. Punkt eins: Die Band gibt es überhaupt erst seit Februar 2010. Punkt zwei: Mit knapp Zwanzig hat jeder einzelne von ihnen schon mehr Banderfahrung auf dem Buckel als viele alterwürdige Metaller. Und Punkt drei: Die Scheibe dürfte jeden Core-Fan in die Knie zwingen.

Den Jungs hier endlos Honig ums Maul zu schmieren, ist natürlich nicht meine Absicht, ganz unangebracht wäre es jedoch nicht. Auf nicht ganz 19 Minuten bringen die vier Oldenburger nicht nur heftige Breakdowns und wahnwitzige Titel unter (siehe „Win A Trip To Suck My Dick“ – ob das die Eltern so gerne hören werden?), Sänger Dennis gehört zumindest für mich auch jetzt schon zu den beeindruckendsten Vokalisten der neueren Core-Szene. Was der Kerl an Growls raushaut, lässt einem geradezu die Kinnlade herunterklappen und ich muss gestehen, ich zergehe fast vor Neid.

Die (noch) labellosen Panda-Schläger haben nicht nur schon frühere Banderfahrung, sondern auch ein relativ breites musikalisches Spektrum abgedeckt – von Rock über Death Metal war alles dabei und das hört man Dennis, Gitarrist Pouja, Bassist Chris und Drummer Luke definitiv an. Eine Aufwärmphase ist zumindest nicht nötig: Nach einem kurzen Instrumental-Intro legt „Valve To My Aggression“ direkt mit Breakdowns und ordentlich Druck los, ohne auch nur im Geringsten monoton zu wirken.

Wesentlich tiefergelegt wurde der Sound für „Tears Are Not Jailed Anymore“ – der Song zielt direkt in die untere Magengegend, was nicht zuletzt auch an den ultratiefen Growls liegt, die Dennis gegen Ende ins Mikro röhrt. Ein extrem spaßiger Song für alle Mosher und Headbanger wird live garantiert „This Is My Revenge“, denn das Stück hat einfach genau die richtige Dynamik, um anderen Leuten mit den Füßen zuerst ins Gesicht zu hüpfen oder dem Nebenmann die Matte um die Ohren zu schlagen: geile Gitarren, unsagbar gute Vocals und massig Breakdowns machen den Song zu einem Highlight.

Die eingangs erwähnten Hardcore-Einflüsse kommen beim gerade mal vierzigsekündigen „You Are Coming To My Birthday With A Cake And Much Soda“ zum Vorschein, das Old Schoolige Gang-Shouts beinhaltet und auch das folgende „Kept Those Lies Inside“ geht eher in Richtung Hardcore und lässt moshmäßig keinerlei Wünsche offen. Mit etwas über einer Minute und einem sehr coolen, etwas jazzig anmutenden Gitarrenintro beschließt „Win A Trip To Suck My Dick“ die Platte standesgemäß konfus.

Deathcore- und Moshfans können sich schon mal auf den nächsten, hoffentlich bald folgenden Output von I Smash The Panda freuen, denn hier wartet noch massig Potenzial darauf, aus dem Käfig gelassen zu werden. Ganz ohne großartig aufdringliche Melodieführung schaffen es die Jungs, ihre EP von vorne bis hinten zu einem wirklich gelungenen Stück Musik zu machen. Ich bin gespannt auf das, was da noch kommen mag!  

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