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I Saw The World Burn: Barren

Female-Fronted-Thrash mit Potential!
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal, Groove Metal
Spielzeit: 14:08
Release: 11.07.2016
Label: Eigenproduktion

Vitamin B 2.0.: Man drückt nichts ahnend bei einem coolen Landschaftsbild auf Facebook den „Daumen hoch“, „freundet“ sich mit dem Fotografen an und ein, zwei Jährchen später hält man die neue EP von dessen Thrash-Combo I Saw The World Burn in der Hand. So schnell kann’s gehen, da ist natürlich auch eine klitzekleine Rezi drin, zumal die Truppe sich um eine bezaubernde Dame am Mikro formiert hat, die zwar wie ein Pflänzchen aussieht, aber brüllen kann wie ein Stier. Wer die Schreiberin dieser Zeilen kennt, kennt auch deren Skepsis für so ziemlich alle Female-Fronted-Bands – mögliche Zweifel sind bei ISTWB aber schon nach den ersten Sekunden aus dem Weg geräumt.

Bereits letztes Jahr hatte die Truppe ihre erste selbstbetitelte EP auf den Markt gebracht und sich vor allem im Umkreis ihrer Heimat, den englischen Midlands, eine kleine, solide Fanbase erspielen können. Mittlerweile zog es die Mannschaft schon zum etablierten Bloodstock Festival und mit „Barren“ ist ein brandneuer Drei-Tracker draußen, der es in sich hat und sicherlich die Hörerschaft auch über die Grenzen hinweg anwachsen lassen sollte.

Das flotte „Nullify“ legt die Latte gleich zu Beginn schon recht hoch, knackige Riffs und tightes Drumming weben im Intro einen stabilen Klangteppich, auf dem sich Sängerin Katie mit aggressiven Growls ausbreiten darf. Verstecken muss sie sich dabei vor keiner ihrer ungleich berühmteren Metal-Kolleginnen, im Gegenteil überrascht die Britin durch eine variable Stimme, auch der Klargesang – wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig – kommt mit ihrer warmen, tiefen Stimme ganz gut an, auch wenn hier vielleicht eine Spur zu sehr auf die Bremse getreten wird.

„Species Obsolete“, das seit einigen Tagen als Video durchs World Wide Web geistert, hat da schon mehr Durchhaltevermögen und macht gleich von Anfang an keine Gefangenen; leicht chaotisch schreddern sich Gitarrist Ian und Basser Don durch die ersten Sekunden, Drummer Graeme verdrischt seine Felle, als gäbe es kein Morgen, bevor eine Gitarrenmelodie zumindest für kurze Zeit die Soundwand durchschneidet und dem Track einen unleugbar bösen Touch gibt. Auch das finale „Consensus“ weiß zu überzeugen, die teils klaren, entrückt wirkenden Gesangspassagen erinnern schwer an die rockigen und grungigen Neunziger, ansonsten schleppt sich der Track vorwiegend im Midtempo durch die Boxen und groovt sich ziemlich ordentlich in Kniehöhe ein.

Schon ist der Rundling einmal rundherum gefahren, nach knapp 14 Minuten Laufzeit kann man noch mal von vorne loslegen, denn: I Saw The World Burn haben eine ordentliche Schippe Groove im Gepäck und mit ihrer Sängerin einen echten Glücksgriff gelandet. Mittlerweile hat die britische Truppe auch schon im Vorprogramm von The Butcher Babies gespielt, und mit zunehmender Livepräsenz dürfte sich dank weltweiter Vernetzung auch hierzulande allmählich eine Fanbase aufbauen. Zu wünschen wär’s den Dudes und der Lady auf jeden Fall!

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