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I Am Noah: Final Breed

Eine gelungene EP, die man sich öfter gönnen sollte
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 16:46
Release: 12.01.2018
Label: Bastardized Recordings

Der Trierer Metalcore-Fünfer I Am Noah hat mittlerweile gerade mal drei Bandjahre auf dem Buckel und mit “Final Breed” inzwischen bereits den zweiten Output geliefert – zwar nur in Form einer EP, dafür ist die Debüt-Full-Length “The Verdict” aber auch noch nicht mal zwei Jahre alt. Dass die Band sich bereits damals der Rückendeckung durch Bastardized Recordings sicher sein konnte, hat seine Gründe, präsentiert die Truppe doch in erster Linie sehr knackigen Metalcore, der frisch und aufgeladen durch die Boxen dröhnt.

Nun befinden sich auf „Final Breed“ gerade mal vier Songs, die sich zu etwas mehr als einer Viertelstunde Laufzeit auftürmen, die Tracks haben es aber ordentlich in sich: „Crystal Eyes“ beispielsweise fällt schon beim ersten Durchgang ins Auge, hier werden gängige Metalcore-Strukturen geschickt mit fast progressiven, episch-melodiösen Gitarrenriffs verwoben, das Ganze kommt gottlob ohne klare Gesänge aus, dafür brüllt Fronter Sören alles in Grund und Boden, was sich ihm auch nur in den Weg zu stellen versucht, nur um auf einem breiten Klangteppich in den Refrain zu schweben, den sicherlich Bands wie Architects kaum besser hinbekommen hätten.

Fast übergangslos prügeln sich die Jungs dann zum nächsten Song „Born To Lose“, der ein wenig mehr dem klassischen Hardcore frönt, was vor allem an der Gitarrenfront immer wieder deutlich wird. Abrupte Tempowechsel machen es ein bisschen schwerer, mit dem doch sehr straighten Vorgängersong mitzuhalten, aber auch hier finden sich die typischen melodisch-brachialen Arrangements.

Deutlich mehr Schwung legen die Jungs dann nochmal für das finale „Blinded By Abundance“ auf, sogar ein fast tanzbarer, wenn auch etwas schräger Refrain wird eingebaut, der den Song zwar etwas gewöhnungsbedürftig macht, aber gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert bescheinigt und ordentlich Stimmung in die Veranstaltung bringt. Dass auch hier deftige Breakdowns und tief gestimmte Gitarrenwände nicht fehlen dürfen, erklärt sich beim Sound des Quintetts schon von selbst.

Durch die knackige Spielzeit von gerade mal knapp 17 Minuten kann man sich „Final Breed“ durchaus auch mal zwischendurch öfter gönnen – und das ist auch ausdrücklich angeraten, denn I Am Noah verbreiten hier ordentlich Tiefschläge, wobei sie dankenswerterweise so ziemlich sämtliche Metalcoreklischees umfahren und hinter sich lassen. Trotz mehrmaliger melodischer Ausflüge wird der Hörer hier kein einziges Mal mit hohem Klargesang gequält, der ja mittlerweile schon zum guten Ton im Metalcore gehört. Stattdessen hat man 17 Minuten Arschtritt – mit einem gleichzeitig wunderschönen Artwork.

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