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Hypocrisy: Hell Over Sofia

Nur ein weiteres Livealbum?
keine Wertung
Genre: Death Metal
Spielzeit: 85:37
Release: 21.10.2011
Label: Nuclear Blast

Zu Hypocrisy muss man ja eigentlich gar nichts mehr sagen. Der Name muss jedem, der sich in irgendeiner Weise als Metaller bezeichnet, ein Begriff sein. Peter Tägtgren, unzweifelhaft einer der am härtesten arbeitenden und kreativsten Köpfe der Szene, hat sich mit seiner Band neben seinen anderen Projekten, der Gruppe Pain und den Abyss Studios in Schweden, eine lebende Legende erschaffen, deren Konzerte immer gut besucht sind. Nachdem Hypocrisy jetzt einige Jahre fast völlig liveabstinent waren, haben sie ein Konzert in der schönen Stadt Sofia auf Zelluloid gebannt.

Veröffentlicht wird dieser Mitschnitt in vielen verschiedenen Versionen. Es gibt eine Doppel-LP, eine CD + DVD Box, ein Digibook mit einer DVD und zwei CDs und eine einfache CD + DVD-Kombi. Leider liegt der Redaktion keines der erwähnten Formate vor. Bei dem in der Redaktion angekommenen Material handelt es sich lediglich um die zwei Audio-CDs, die sich im Digibook befinden. Aus diesem Grund kann über das Videomaterial keine Aussage getroffen werden.  

Das Konzert startet mit einem typischen Synthieintro, das direkt in den Song „Valley Of The Damned“ übergeht. Wie zu erwarten war, ist der Sound sehr beeindruckend. Für eine Livescheibe klingt das Teil sehr sauber, ohne dabei den Charakter eines Livealbums zu verlieren. Glasklare Höhen und saubere Bässe weisen auf eine aufwändige Produktion hin. Der Schall aus der Location selbst ist auch immer wahrnehmbar, er stört aber nie. Das Publikum hört man nur dort, wo es zum Mitsingen oder ähnlichem aufgefordert wird. Teilweise kommt der Livesound verdammt nahe an die CD-Produktion heran, als bestes Beispiel kann hier „Eraser“ aufgeführt werden.

Die Tracklist liest sich wie ein Best-Of der Band, was aber nur teilweise stimmt, denn die Gruppe hat viel mehr gute Songs, als in Sofia gespielt wurden. Die wichtigsten Lieder sind natürlich vertreten. Egal ob „Fractured Millenium“, „Eraser“, „Penetralia“, „The Final Chapter“ und natürlich „Rosswell 47“, aus allen Schaffensphasen der Band sind Songs vertreten.

Die phantastische Stimmung bei dem Konzert überträgt sich auch durch die Lautsprecher auf den Zuhörer im heimischen Wohnzimmer. Interessant sind auch die unbeschnittenen Ansagen von Fronter Peter, der völlig natürlich seine kurzen Sprüche vom Band lässt, bevor die Gruppe zum nächsten Schlag ausholt.

„Hell Over Sofia“, oder besser die CDs zu „Hell Over Sofia“, sind ein schönes Zeitdokument eines Auftritts einer der besten Death-Metal-Bands. Die Musik ist roh genug, um den Charakter eines Liveauftritts widerzuspiegeln und gleichzeitig gut genug produziert, um der heimischen HiFi-Anlage gerecht zu werden. Für echte Fans wird sich die Frage der Sinnhaftigkeit der Veröffentlichung eh nicht stellen und die Vinylfans dürfen sich auch über eine ganz besondere Scheibe freuen. Doch was soll man machen, wenn man kein ausgesprochener Hypocrisy-Fan ist? Man sollte sich die Scheibe durchaus zumindest zu Gemüte führen. Die Emotion des Auftritts sollte man einmal erlebt haben.

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