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Hypnosis: Seeds of Fate

Wie eine Ami-Blondine: Perfekte Maße, aber einfach kein Charme
Wertung: 6/10
Genre: Progressive Death Metal
Spielzeit: 59:27
Release: 01.06.2006
Label: Bent Records

Frankreich, das Heimatland der Prog-Deather Hypnosis, ist in Sachen Metal bisher vor allem durch Black Metal aufgefallen. Anorexia Nervosa haben mit ihrer letzten Scheibe einen echten Hammer abgeliefert und die berühmt berüchtigte Legion Noir hat Kult-Charakter. Nun versuchen auch Hypnosis endlich den Sprung über die Grenzen des frankophonen Raumes hinaus. Neu im Geschäft sind die mit ihren 13 Jahren im Geschäft jedenfalls nicht und auch ihr Debüt erschien bereits 1999.

Die Mischung klingt auf alle Fälle viel versprechend. Death Metal mit männlichem Gegrunze und weiblichen Engelsgesang, gespickt durch Industrialelemente. Das könnte ein Leckerbissen sein, denn die neue Scheibe „Seeds of Fate“ weckt Assoziationen mit den genialen The Project Hate.

Doch leider ist nicht alles Gold, was glänzt und tatsächlich sind Hypnosis ein sehr zweischneidiges Schwert. Die melodischen Elemente, in denen Sängerin Cindy mit ihrer tollen Stimme dominiert, sind wirklich gelungen und wissen zu fesseln. Die heftigeren Death Metal-Parts wirken aber vor allem farblos. Multiinstrumentalist Pierre kann zwar gut grunzen, leider beweist er aber nur wenig Gefühl und Variationen. Auch die Riffs können nicht besonders fesseln und haben wenig Wiedererkennungswert.Allzu sehr verlässt man sich auf den Groove. Diesen macht jedoch die schwammige und drucklose Produktion zunichte.

Insgesamt ist das Werk nicht wirklich schlecht, schafft es aber kaum, dem Durchschnitt zu entkommen. Auch die elektronischen Elemente sind längst nicht so passend und durchdacht eingesetzt wie bei den schwedischen Kollegen. Es ist wirklich schade, dass man nicht mehr aus den zahlreichen guten Ansätzen gemacht hat. Technisch haben es die Musiker aus unserem Nachbarland nämlich durchaus drauf. So bietet „Soul Mirror“ ein interessantes, fast prog-rockiges Intro und auch „Altererd Reality“ hat große Momente in den ruhigeren Passagen.

„Seeds of Fate" ist ein wenig wie diese silikongespickten amerikanischen Blondinen: Perfekte Maße, aber einfach kein Charme. Technisch sind Hypnosis auf hohem Niveau, die Zutaten sind interessant, dennoch hält sich die Begeisterung arg in Grenzen. Ein wenig mehr Feingefühl, auch bei den Death-Parts wäre einfach wichtig gewesen. Was bleibt sind gut gemeinte 6 Punkte und die Hoffnung auf eine Steigerung.

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