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Hour Of 13: The Ritualist

Klassischer Doom / Heavy Metal der alten Schule
Wertung: 8/10
Genre: Doom / Heavy Metal
Spielzeit: 48:20
Release: 26.02.2010
Label: Eyes Like Snow

Das 2006 gegründete Duo Hour Of 13 – bestehend aus Phil Swanson, der für Gesang und Texte verantwortlich zeichnet und Chad Davis, der es sich zur Aufgabe machte, sämtliche Instrumente und die musikalischen Kompositionen zu übernehmen – hat mit „The Ritualist“ sein zweites Werk nach dem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 2007 am Start und wird als eine etwas obskure und dunkle Mischung aus klassischem Heavy und Doom Metal beschrieben.

Nun, zumindest beginnt die CD tatsächlich mit etwas obskuren Klängen: Der nur etwa zweiminütige Opener „The Gathering“ wartet mit psychedelischen, leicht verdrogt anmutenden Orgel- und Gitarrenklängen auf, die gleich Lust auf mehr machen. Swanson klingt hier noch fast ein bisschen wie Peter Gabriel und man fragt sich, ob die Beschreibung von wegen Doom und Heavy Metal wirklich zutreffend ist oder ob es sich hier nicht doch eher um eine bekiffte Hippietruppe handelt, die den Spirit der Sechziger und Siebziger wieder aufleben lassen will.

Der dann folgende Quasi-Titeltrack „The Ritualists“ mit seinen schwermütigen, häufig dennoch melodischen Gitarrenriffs zeigt dann aber, dass es letztlich schon Richtung Doom geht. Hier steckt sehr viel Black Sabbath drinnen, durch den Delay-getränkten Sound bei den Gitarrensoli atmet das Ganze dennoch immer noch ein wenig die Psychedelic-Atmosphäre, die das erste Stück bereits transportierte.

Ein starker Beginn, der zeigt, dass die beiden Herren fest in der Musik vergangener Jahrzehnte verwurzelt sind und sich einen Dreck um das aktuelle Geschehen scheren. Hier ist alte Schule angesagt und wie man sich denken kann, geht es auch so weiter: Die folgenden Songs „Naked Star“ und „Demons All Around Me“ klingen nicht ganz so schwermütig und schlagen eher in die Heavy-Metal-Kerbe – alte NWOBHM-Helden schimmern immer wieder durch –, während es ab der Mitte des Albums dann wiederum Doom-lastiger zur Sache geht. Songs wie „Possession“ „Soldiers Of Satan“ (ganz stark!) oder „The Crawlspace“ erinnern vom Riffing, Aufbau und sogar teilweise von den Soli an die schon genannten Black Sabbath. Um einen Rip-off handelt es sich hier aber keineswegs, dazu ist die Mischung aus Doom und Heavy Metal zu gut gelungen. Die Songs sind so gesehen recht unterschiedlich, passen aber trotzdem gut zusammen, auf dem Album klingt nichts, als wäre es eingeschoben. Diese These wird wohl noch dadurch untermauert, dass Phil Swanson zu großen Teilen auf „The Ritualist“ wie eine Kreuzung aus Rob Halford und Ozzy Osbourne klingt.

Insgesamt haben wir mit „The Ritualist“ eine gelungene Old-School-Platte vorliegen. Natürlich ist hier nichts neu, aber wen interessiert das, so lange das Songwriting stimmt, das Ganze gut gemacht ist und mit einer charmanten, dem damaligen Zeitgeist entsprechenden, aber dennoch nicht völlig angestaubten Produktion ausgestattet ist?

Das Einzige, was ich mir für die nächste Scheibe wünschen würde, ist, dass man vielleicht etwas mehr im Stile des Openers machen würde. Auch wenn dieser sicher mehr so etwas wie ein Intro mit Gesang darstellt – der Song unterscheidet sich aufgrund seines psychedelischen Charakters und mit seinen Orgelsounds schon ein wenig vom restlichen Material, ergänzt sich aber trotzdem gut damit, von daher wäre es sicher spannend zu hören, wie ein Verschmelzen dessen mit dem Doom-/Heavy-Metal-Stoff der anderen Stücke klingen würde.

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