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Hot Water Music: Shake Up The Shadows

Kurze Bestandsaufnahme zum Jubiläum
Wertung: 6,5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 15:02
Release: 24.05.2019
Label: Epitaph

Hot Water Music begehen in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bandjubiläum, was standesgemäß mit einer neuen Veröffentlichung gefeiert wird. Dass sie auch nach so vielen Jahren noch gut im Geschäft sind, zeigt aktuell ihre kleine Tour, auf der ein „ausverkauft“ schon fast zum Standard wird. Wer also kein Ticket mehr ergattern konnte, kann sich nun wenigstens die EP „Shake Up The Shadows“ als Entschädigung reinziehen.

Den Herren aus Florida unterlag im letzten Vierteljahrhundert eine weite musikalische Reise, angefangen als Post-Hardcore/Punk-Band, ist von diesen ersten Tagen nichts mehr spürbar. Gar wurde sich mittlerweile über glattpolierte Musik beschwert und selbst wenn man dies als Übertreibung ansehen möchte, bleibt doch festzustellen, dass der Solo-Weg von Frontmann Chuck Ragan wohl stärkere Spuren hinterlassen hat. Unterdessen sind die Shouts gänzlich aus dem Repertoire gefallen, stattdessen gibt es einen markanten, rauen bis dreckigen Gesang zu hören, der sämtliche Titel dominiert und im Falle des titelgebenden Songs leider mal so gar nicht mit dem eingängigen Gitarren-Sound harmoniert.

Um gleich bei „Shake Up The Shadows“ zu bleiben: Genau dieser Song beschreibt ein Grundproblem der EP: Die Songs klingen irgendwie alle altbekannt und nicht wirklich kreativ. Genau dieser Zustand könnte zumindest wenig an neuer Hörerschaft bringen, da es eben genug andere Bands gibt, die ähnliche Rockmusik abliefern. Davon aber mal abgesehen, sind alle fünf Titel von einer guten Qualität und gehen zweifelsohne bestens ins Ohr. Besonders das griffige „Denatured“ sticht aus dem Gebilde heraus, ist es doch etwas rauer und bietet zudem noch deutlich mehr Drive.

Positiv zu bewerten ist auf jeden Fall auch die handwerkliche Leistung des Vierers, besonders die auffälligen Bass-Linien von Jason Black prägen stark den Sound der EP. Beim abschließenden „Afar And Away“ rückt sich hingegen George Rebelo am Schlagzeug stärker ins Licht und verschafft damit dem Song den letzten Kick. Wobei der Rausschmeißer eh schon durch seine Melodik und stärkere Gitarrenbetonung auf der Liste der Anspieltipps landet. Letztendlich steht man den fünf Songs allerdings recht ratlos gegenüber; einerseits sind sie zwar gut gemacht, andererseits klingen sie eben recht gewöhnlich und haben wenig Nachhall. Aber immerhin ist man die fünfzehn Minuten Spielzeit gut unterhalten.

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