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H.O.T.: Hands Of Time

Gutes, interessantes Album
Wertung: 8/10
Genre: Sleaze Rock, Hard Rock
Spielzeit: 42:21
Release: 29.06.2009
Label: STF Records

Hands Of Time, oder kurz H.O.T., steigen zwar nicht wie der Phoenix aus der Asche und sind wohl auch nicht die Erretter des Rock‘n‘Roll, jedoch lassen sie mit ihrem Debütalbum „Hands Of Time“ ein Genre aufleben, das in der früheren Vergangenheit etwas in den Hintergrund gerückt ist: Den Sleaze Rock‘n‘Roll.

Der Gesang von Leo Ariel lässt den Hörer schon nach wenigen Takten aufhorchen. Seine Stimmt ist in höheren Gefilden angesiedelt und wirkt zeitweise etwas schräg und schrill. Dies mag zwar im ersten Moment die Gehörgänge ein wenig strapazieren, jedoch merkt man schon bald, dass der Gesang eben jener Teil der Musik ist, der am Charakteristischsten ist. 

Leider sind sich viele Songs in ihrer Struktur und ihrem Klang sehr ähnlich. Stücke wie „Stand By The Bomb“, „They Don‘t Want You To Know“ oder „Miss Denial“ sind einerseits handwerklich gute Stücke, bieten aber kaum Überraschungen. Sie spiegeln den allgemeinen Sound der Formation wieder: Groovigen Glam mit einer Portion Hard Rock. Trotz allem fehlt etwas die Eingängigkeit, das besondere Etwas, um die Tracks untereinander stärker differenzieren zu können.  

Aus diesem Bereich bieten nur „Suicide Rock‘n‘Roll“ und „The Priest“ ein wenig Abwechslung. Beide Songs sind im oberen Midtempo-Bereich anzusiedeln. „Suicide Rock‘N‘Roll“ bedient sich im Intro einiger Samples, deren klanglicher Ursprung jedoch schwer festzustellen ist. Bei „Stand By The Bomb“ ist dies einfacher, sind hier doch Rotorengeräusche eines Hubschraubers und prasselndes Feuer gut zu erkennen. Weiterhin bietet „Sucide Rock‘n‘Roll“ neben den bekannten rockigen Gitarren auch einen gut komponierten Mittelteil, welcher durch die interessanten Drum-Rhythmen noch etwas mehr Ausdruck verliehen bekommt. „The Priest“ ist mit sechs Minuten das längste Stück des Albums und beginnt sehr ungewöhnlich mit einem A Capella-Intro von Leo Ariel und einem Hintergrundchor. Interessant sind hier vor allem die Klangnuancen, welche zwischen leicht episch und rockig hin und her pendeln.

„I Want More“, „Medicine Girl“ und „Very Far Away“ bieten den balladesken, ruhigen Part von „Hands Of Time“. Hierbei sticht vor allem „Very Far Away“ hervor. Der Titel beginnt mit dezenten folkartigen Melodien der Akustikgitarre, welche von einem asiatisch angehauchtem Intro abgelöst werden. Weiterhin verwendet man zur Unterstützung des Gesangs nicht nur normale Backingvocals, sondern verstärkt diesen noch mit gospelartigen Chören. Ein großer Teil der Kreativität der Formation scheint in diesen Song geflossen zu sein, der trotz seiner beständigen Wechsel und Klangänderungen weder zu komplex noch zu sperrig wirkt.

Weiterhin findet man auf dem Debüt der vier Italiener auch zwei recht kurze Stücke mit nicht einmal zwei Minuten Spielzeit. „Cigarette Burns/ No Time To Say Goodbye“ ist im Grundtempo ruhig gehalten und verwirrt den Hörer ein wenig mit der teilweise schwer nachvollziehbaren Rhythmik. „Anthem (In Red)“ bietet dann etwas mehr Ordnung und beschließt den rein instrumentalen Abschluss des Albums.

Fazit: Hot erfinden mit „Hands Of Time“ das Rad nicht neu. Sie bewegen sich in den Fahrwassern von Bands wie Guns‘n‘Roses oder Skid Row, machen dabei aber handwerklich und musikalisch eine sehr gute Figur. Man könnte sich nur wünschen, dass man die verschiedenen Facetten des Sounds noch stärker genutzt hätte und etwas mehr Kreativität an den Tag gelegt hätte. Alles in allem ein gutes Album, welches durchaus seine Qualitäten besitzt.

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