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Horn: Naturkraft

Dieser Rohdiamant benötigt noch einiges an Feinschliff
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal , Pagan Metal
Spielzeit: 62:39
Release: 20.03.2008
Label: Black Blood Records

Wieder ein Ein-Mann-Projekt haben wir hier mit Horn vorliegen, diesmal kommt das Dargebotene aus den deutschen Landen. Nerrath heißt der Gute, der in seinen Kompositionen Wert darauf legt, Black Metal mit Pagan Metal verschmelzen zu lassen und durch ein nicht zu verachtendes Händchen für Songstrukturen und Melodieführung vermag er es auch, seinen Stücken eine ganz bestimmte Stimmung einzuhauchen.

Eine Stimmung, die folgendes ausstrahlt: Melancholie, wilde Raserei, düstere Momente und nicht zuletzt auch Power. Trotzdem mangelt es in manchen Stücken an Durchschlagskraft, wie z.B. in „Marsjerende“. Dort richtet sich das Hauptaugenmerk auf einen Rhythmus im gemäßigten Midtempo, was das Stück auf seine Gesamtspielzeit von doch immerhin über neun Minuten ein wenig eintönig werden lässt. Im folgenden „Space About Capacity“ wird danach mächtig auf´s Tempo gedrückt, doch auch hier gewinnt die Eintönigkeit wieder Oberhand, denn auf die Länge der Spielzeit kommt da zu wenig Überraschendes, was einen aufhorchen lässt.

Ganz ruhige, fast schon besinnliche Momente gibt es im „Akustikeinschub“. Ist aber leider Gottes auch weniger spektakulär, wie auch die restlichen bisherigen Songs, auch wenn der Opener „So kalt wie nie zuvor“ sowie das folgende „Deute die Zeichen stehen auf Sturm“ beispielsweise als Black Metal-Paradestücke beginnen und auch einige schöne Melodien ihr Eigen nennen können.

Los geht´s mit „Landscapes On Hold II” in die zweite Albenhälfte. Das hier sind richtig schön atmosphärisch klingende Pagan Metal Sounds. Da fragt man sich: Warum nicht gleich so? Doch auch „Mit Macht der Welt zu widerstehen“ verfällt man wieder in das Schema des gemäßigten Midtempos und rückt somit dem Abgrund der drohenden Belanglosigkeit näher. In den schnellen Parts gefällt mir dann der Titelsong „Naturkraft“ eindeutig besser als in den ruhigen Momenten, die einen nahezu einlullen.

Was weiterhin zu bemängeln wäre, ist der Sound, den manche zwar als glasklar bezeichnen mögen, aber der anderen als scheppernd missfallen könnte. Darunter leidet dann im folgenden nämlich auch die Power, die teilweise von den Stücken ausgeht. Zudem sollte noch etwas im Sektor Songwriting gearbeitet werden. Die paar guten Ideen, die man hier findet, werden für zukünftige Veröffentlichungen nicht ausreichen, die Hörerschaft bei Laune zu halten, auch wenn diese Ideen gar meisterhaft genannt werden können. Auf die lange Wegstrecke in Form eines Albums, das über die 60 Minutenmarke hinaus geht, reicht das nicht.

Fazit: Wir haben es hier mit Material zu tun, was noch einiges an Feinschliff bedarf, um sich von einem Rohdiamanten zu einem Hochkaräter zu entfalten. Dass da aber noch was machbar ist, sehe ich allerdings vollstens im Rahmen des Möglichen.

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