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Horizon 8: Horizon 8

Die interessante Spielweise der Band ist einfach nur bewundernswert.
Wertung: 10/10
Genre: Modern Melodic Death Metal
Spielzeit: 41:25
Release: 21.09.2008
Label: Kapkan Records

Nachdem letztes Jahr am 07.07.07 die EP „Endless“ erschienen war, wird nun, etwas mehr als ein Jahr später, endlich das heiß erwartete, selbst-betitelte Debüt-Album von Russlands wohl vielversprechendstem Modern Metal-Act veröffentlicht: Horizon 8. Auf der Debüt-EP lieferte man harten Metalcore á la Heaven Shall Burn ab und verzichtete – bis auf einen Song – stets auf klaren Gesang. Dieser eine Song, „Exiled / Denied“, ließ jedoch bereits durchschimmern, dass der Sänger auch bei klaren Passagen ein verdammt großes Talent hat und also auch hier mit seiner angenehm kratzigen Stimme überzeugen kann.

Trotz allem hatten Horizon 8 schon damals etwas, dass sie von allen anderen Metalcore- bzw. Melodic Death Metal-Bands abhob: Eine ganz eigene Spieltechnik – und diese hat die Band auch weiterhin beibehalten, auch wenn der Härtegrad beim Full Length-Album nun etwas heruntergeschraubt wurde. Dieses Album beginnt sowohl grandios als auch enttäuschend – grandios ist das Intro an sich, wuchtige Gitarren mit melodischen Riffs, aggressive Screams und donnernde Schlagzeug-Einlagen; enttäuschend ist, dass es eben nur ein Intro ist und kein eigener Song.

Doch dieses Gefühl verschwindet äußerst schnell wieder, denn die Band legt sofort richtig los – bei „Песок“, was übrigens als Single ausgekoppelt wurde, ergeht ein wahres Riff-Gewitter über den Hörer, begleitet vom Donnern des Schlagzeugs und natürlich den hitzigen Screams bzw. der einprägsamen Hookline. Dass die vier Jungs es auch ruhiger angehen können, zeigen sie mit „7:00“, einer Ballade, die mir einer Akustik-Gitarre, Synthesizern, verzerrten Drums und natürlich der tollen Stimme des Sängers Dmitry auskommt. Am Ende setzen die von tragenden Keyboard-Teppichen begleiteten E-Gitarren ein und lassen den Song in einem erstklassigen Finale ausklingen.

Bei „Sometimes“, einem der wenigen englischen Songs, ragen speziell die Riffs hervor, die phantastisch abwechslungsreich, hart und melodisch zugleich sind – auch die restlichen Mitglieder erfüllen ihren Job vorzüglich, genauso wie eigentlich bei allen Tracks. Langeweile wird bei diesem Album bestimmt nicht aufkommen, denn die Songs sind immer unterschiedlich, auch wenn sie immer unverkennbar nach Horizon 8 klingen – wie beispielsweise die Hymne „Играй свою роль“, die mit einem sanften elektronischem Intro beginnt, dann aber durch aggressives Drumming bestimmt wird und durch tolle Wechsel zwischen ruhigen Bridges, melodischen Hooklines und tödlich-harten Riffs besticht.

Jeder, der auch nur entfernt etwas für Metalcore oder Melodic Death Metal übrig hat, sollte dieser jungen russischen Band eine Chance geben, denn die interessante Spielweise der Band, die zu der Modern Metal-Einordnung führt, das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Elemente und die Raffinesse, die diese Jungs an den Tag legen, ist einfach nur bewundernswert.

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