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Hopelezz: Sent To Destroy

Zwischen ungezügelt aggressiv und gewollt gebremst
Wertung: 7,5/10
Genre: Melodic Death Metal/Modern Metal
Spielzeit: 59:50
Release: 26.02.2016
Label: Sonicscars Records

Es sind Bands wie Hopelezz, die dafür sorgen, dass man immer wieder als Redakteur durch die Gegend tingelt, um die Wuppertaler nochmals live zu porträtieren und so ganz nebenbei auch die weitere Entwicklung, die über die Jahre hinweg ständig nach oben zeigt, auch mitzubekommen. Sicher kann man schnell mit Bands wie Lamb Of God, Soilwork, Tankard oder auch August Burns Red erhöhte Aufmerksamkeit erhaschen, hatte man mit diesen Truppen doch schon die Bühnenbretter bearbeitet, auf der anderen Seite wird man so aber der Leistung der Wuppertaler nur bedingt gerecht, konnten die Vier doch über Jahre hinweg mit konstanter Steigerung überzeugen.

Den großen Bruch gab es ja zunächst in 2013, als am Ende dann nur noch Drummer Dominik als Gründungsmitglied feststand, doch welcher Zündfunken auch immer noch so anstand, in der nun aktuellen Besetzung legen sie gleich mal mehrere Schippen zu und pulverisieren den bisher guten Eindruck des Debüts „Black Souls Arrive“ von 2012 – vier Jahre, die alle Beteiligten dazu genutzt haben, einfach nur besser zu werden. Dazu kommt dann aber auch der pralle Sound, den sie sich von Martin Buchwalter haben passgenau auf Maß schneidern lassen.

Und so liegt mit „Sent To Destroy“ der zweite Full-Length-Rundling vor, der ein paar richtige Knaller beherbergt, allerdings auch ein paar Songs verpasst bekam, die zwar immer noch gut sind, wo Hopelezz aber sicherlich auch ein bisschen Potenzial haben liegen lassen. So sind es eben Songs wie „In This Moment“, „Struggle For Life“ oder der abschließende „Abschiedsbrief“ – Akustikklampfe zu Beginn, experimentell, weil komplett in deutscher Sprache, allerdings auch mit sehr persönlichen und tiefgehenden Lyrics – die ein wenig den letzten Punch und Schwung vermissen lassen.

Voll auf Konterkurs aber wäre da „From Deep Inside“ zu nennen: brutales Drumgeknatter, aggressiv peitschende Gitarren, Adrian überrascht dazu mit klarem Gesang, die sachte formierten Breakdowns wuchten mit vollem Einsatz und ein geil melodisches Gitarrensolo, welches sich nicht durch den massiven Drumeinsatz beirren lässt, runden eine beeindruckend starke Nummer ab.  Und auch wenn der Titeltrack „Sent To Destroy“ verhaltener beginnt, so schließen sie in der Folge locker endgültig zu den Vorbildern Machine Head auf und Adrian sorgt mit seiner schonungslosen Shoutgangart dafür, dass man förmlich Bilder von blutig zerfetzten Stimmbändern auf der Bühne herumschmieren sieht.

Schon „Borderline“ hatte ja früh aufgezeigt, das auf der CD mit knallharten Double-Bass-Attacken und bedrohlichen Gitarrenwänden zu rechnen ist, wobei die Leadgitarre auch ein paar positive Momente spendiert und Adrian sich irgendwo zwischen derb kehlich und tiefen Growls gut einzubringen weiß. Wie ein Überfallkommando rappelt es bei „Dividing The Sea“ im Karton, Hopelezz präsentieren sich wieder deutlich straighter und kompromissloser als noch vorher bei dem mit zahlreichen Rhythmuswechseln strotzenden „Insomnia“, bauen im letzten Drittel ein paar fette Grooves ein und reduzieren das Tempo immer mehr, bis es in einen komplett ruhigen Part übergeht, um dann doch wieder per Doublebass mit final brutalem Geknatter einen Schlusspunkt zu suchen. Dass Adrian auch mal so richtig angepisst aus sich herauskommt, wird in „We Are The Fire“ mehr als deutlich, wobei der Track selbst geschickt zwischen ungezügelt aggressiv, aber auch gewollt gebremst pendelt.

Alle Türen stehen offen, die Wuppertaler machen mit „Sent To Destroy“ einen großen Schritt nach vorn. Jetzt noch ein wenig mehr den Fokus auf die eigenen Stärken und schon wird das nächste Album ein Knaller vor dem Herrn. Die Richtung stimmt, auch wenn es eben hier nur siebeneinhalb Punkte sind, dafür geht noch zusätzlich der Daumen nach oben.

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