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Hop Along: Bark Your Head Off, Dog

Emanzipation klingt anders
Wertung: 5/10
Genre: Indie Rock
Spielzeit: 40:02
Release: 06.04.2018
Label: Saddle Creek

Bereits am 6. April haben die aus Philadelphia stammenden Hop Along ihre neue Platte „Bark Your Head Off, Dog“ bei Saddle Creek veröffentlicht und noch immer hat sich die Muse nicht bei der Schreiberin dieser Zeilen gemeldet, um ihr eine schlaue Rezension ins Hirn zu prügeln. Das liegt in erster Linie an der Stimme von Sängerin Francis Quinlan, die über weite Strecken so zuckersüß klingt, dass man sich den Schokoladenkonsum für die nächsten Wochen sparen kann. Dazu kommen immer wieder schwurbelig-nette Gitarreneinsprengsel, die die Stimmung nicht unbedingt aufhellen – und das Ganze auf Albumlänge. Dabei klang der Titel „Bark Your Head Off, Dog“ doch so schön kampflustig.

Dass hier durchaus ernsthafte Texte vorliegen, bemerkt man bei dem Gesang leider gar nicht so recht – die Fronterin befreit sich von alten Zwängen und will ihre neu gewonnene Freiheit musikalisch zelebrieren, bringt dabei aber so viel Schwung und Elan auf wie andere Leute nach zehn Stunden Schichtarbeit. Schon mit „How Simple“ startet die Platte recht dünn, dabei hat man aber noch die Hoffnung, dass Francis im Verlauf ein bisschen mehr aus sich herauskommt. Unterm Strich hat man aber eher das ungute Gefühl, die Frau würde sich zurückhalten; warum, das kann man nicht eruieren.

Der erste (!) Song, der durchaus positiv auffällt, gerade auch wegen des offensichtlichen herrschenden Chaos, ist der vierte Track „Not Abel“, der die Sängerin zumindest in stimmlich deutlich besserer, weil variabler Verfassung zeigt. Richtig cool ist dann das folgende „Fox In Motion“, obwohl auch die Strophe zuerst nicht sonderlich überzeugen kann. Erst im Refrain wird deutlich mehr Biss hörbar, auch rauer Gesang wird gewagt und vor allem gegen Ende des Songs kommt die Sängerin richtig aus sich heraus.

Leider etwas spät und leider sind diese Momente auf „Bark Your Head Off, Dog“ sehr rar gesät, sodass es einige Tracks gibt, die den Finger schon mal Richtung Skiptaste zucken lassen. Nicht, weil sie wahnsinnig schlecht wären, sondern weil hier die Spannung fehlt, das Überraschungsmoment; dafür häufen sich die „Oh Gott...“-Momente, oftmals bereits zu Beginn der Songs. „One That Suits Me“ ist genau so ein Track, der dann aber zumindest mit einem erstaunlich guten Refrain aufwarten kann.

Ein Fazit fällt trotzdem schwer, denn Hop Along sind keine schlechten Musiker – wir schieben mal alles auf die Geschmacksfrage und darüber kann man bekanntlich nicht streiten. Mir persönlich erscheint die Fronter für eine emanzipierte Frau, die sich von ihren Fesseln befreien will, stimmlich deutlich zu leise und klebrig-süß. Über die Mittellinie kommen Hop Along so leider nicht.

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