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Honigdieb: Seelentropfen

Gute Laune nach ein paar Bier
Wertung: 6.5/10
Genre: Folk Ska Punk
Spielzeit: 54:49
Release: 05.10.2007
Label: Idiots Records

Nach drei Jahren melden sich Honigdieb nun mit einer neuen CD zurück. „Seelentropfen“ ist das Werk der sechsköpfigen Band betitelt und lockt mit einem Gemisch aus Rock, Ska, Punk, Reggae, Folk und was der Erdenkreis noch so an Musik zu bieten hat.

Die Texte als vordergründig lustig, hintergründig aber eher sozialkritisch und sarkastisch beschrieben, entlocken mir zwar teilweise eher ein Stirnrunzeln als ein Schmunzeln, aber beginnen wir erstmal von vorne.

Ihren eigenen Sound kreiert die Band insbesondere durch den Einsatz von Querflöte, Geige und auch Kontrabass und fällt damit schon mal durch das Netz der meisten anderen Bands in diesem Bereich. Klar steht für die meisten Bands dieser Richtung dann auch in irgendeiner Hinsicht der obligatorische Vergleich mit den unerreichten Mutabor an. Teilweise geht es hier schon deutlich härter zur Sache, aber den Charme dieser Band kann man dann doch nicht erreichen.

Gleich der Opener „Verkehrt“ hat einen Ohrwurmfaktor und man neigt schnell dazu mitzusummen.

Bei Seelentropfen hat man dann einen netten Reggaesong dazu, dessen Refrain sofort ins Ohr geht. Ebenso eher gemütlich geht es bei „Immer für dich da“ zu… wahrscheinlich als Ballade gedacht, überzeugt der Song aber nicht unbedingt und ausgerechnet hier muss ich doch bei den Texten lachen. Nunja…

Spätestens bei „Hallo Neider“ versteht man dann, warum Frontmann „Sir Hannes“ als „Bordsteinpoet“ bezeichnet wird… Auch bei „Smarties“ ist der Text nicht unbedingt weniger „interessant“ aber kann einem doch noch das eine oder andere Grinsen entlocken.

Bei „Pille(n)mann" hängt man dann auf einmal mitten drin im Hiphop der nervigsten Form und während man noch überlegt, ob man jetzt die Skiptaste drücken darf oder nicht, kommt dann doch noch ein Umschwung in Polkagefilde, die wieder mit dem Song versöhnen. Und: Suchen wir nicht alle „die Pille mit Promille“?

Ausgesprochen nervig präsentieren sich dann meines Erachtens wieder die nächsten beiden Songs, die auch in keinster Weise hängen bleiben. Abgesehen davon, dass man sich dann doch fragt, warum man solche Weisheiten wie „Dumm ist, der Dummes tut“ auch besingen muss.

Das Highlight der CD ist für mich dann aber auf jeden Fall „Mädchen mit den roten Haar´n“. Fast schon zum Schunkeln geeignet und absolut mitsingtauglich, bis der Umschwung zum Punk und einem kurzen Rapart stattfindet. Besonders schön ist hier die raue Stimme von Sänger Sir Hannes. Ein Song, den man gleich einige Male hintereinander hören kann, ohne dass man sich überhört.

Wieder mehr in Hiphoplastige Gebiete fällt man dann mit „Wenn schon, denn schon“ zurück. Herzlichen Glückwunsch zum nervigsten Track der CD! Insbesondere der Refrain vermag es, verborgene Aggressionen aus einem herauszulocken… Respekt.

Mit dem letzten offiziellen Titel „Fischstäbchen“ hüpft man wieder zurück in die fröhliche SkaPunk-Ecke, was der Band letzten Endes auch am Besten steht.

Fazit: Insgesamt sollten sich die Hörer von „Seelentropfen“ schon ein offenes Ohr für verschiedene Stilistiken zulegen und vor allen Dingen auch Akzeptanz derselben. Und bitte keine Angst vor Fäkalhumor… Ein Album, das durchaus gute Laune bereitet und sich wahrscheinlich nach ein paar Bier zu einiger richtigen Partyscheibe entfalten wird.

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