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Honigdieb: Einzig, aber nicht artig

Sehr viel Kreativität in der Einbindung der Instrumente und Einflüsse
Wertung: 7/10
Genre: Crossover
Spielzeit: 48:15
Release: 22.11.2004
Label: Kunterbunt

Seit dem 22.11. ist das neue Honigdieb – Album „Einzig, aber nicht artig“ zu haben. Und wer diesmal versuchen wird, die Musik in eine Sparte einzuordnen, wird auch diesmal verzweifelnd feststellen, dass dies so gut wie unmöglich ist. Das liegt einmal an der bunten Mischung an eigentlich als unvereinbar angesehener Musikstile, die hier kombiniert werden, aber auch an der musikalisch Vielseitigkeit, die geboten wird. Mal folkiger, dann rockiger und schließlich nachdenklich-melancholisch, angereichert mit Rhythmen, die wir normalerweise aus dem Bereich Reggae oder Tango kennen.

Groovig und fröhlich präsentieren sich die ersten Songs und ein Highlight der CD lässt sich unschwer schon im ersten Song „Ichgott“ finden. Dieser scheint mit „Ich bin Gott – Er, sie, es ist Gott, ja!“ eine eindeutige Aussage zu machen, die aber durch die lockere Art des Tracks und den begleitenden Text in den Strophen nicht so ganz ernst genommen werden will. Ähnlich bieten sich die nächsten Songs dar, die jetzt schon merklich an musikalischen Elementen aus allen nur denkbaren Sparten zunehmen. Das Lied „Einzig, aber nicht artig“, nachdem das Album benannt ist, endet mit einer wunderbaren, sich immer weiter beschleunigenden Instrumentalpassage, angereichert mit Ska-Rhythmen. Die ersten Metaleinflüssen sind eindeutig im nächsten Song „Überholspur“ zu bemerken, welcher sich textlich gesellschaftskritisch zeigt („Im Zeitalter der getönten Autoscheiben | ist Höflichkeit ein Fremdwort | denn die Ellenbogen walten“). Die Texte stehen teilweise durch ihre Aussage im deutlichen Kontrast zu der begleitenden Musik. So ist „Schwarzer Peter“ ein schneller, rockiger und etwas an Polka erinnernder Song, der von „seelischen Groovebremsen“ erzählt. Nach vielen positiv aufgefallenen Liedern kommt „Meditation“ etwas langsamer und ohne nennenswert einprägsame Melodie daher. Den Schluss des Albums markiert schließlich „Auf dem Berg am See“, eine langsame gefühlvolle Ballade, die einen sehr gelungenen Ausklang der CD bietet.

Der zweite Tonträger vom Honigdieb umfasst 13 Lieder und eine Bonus DVD, welche neben zwei Video Clips und einem TV-Beitrag mit Interview auch Live Impressionen (in Form von Amateuraufnahmen) der China Tour und einem Auftritt in der Live Station in Dortmund enthält. Auch wenn die Qualität der Live Aufnahmen nicht berauschend ist, so gibt sie doch einen guten Eindruck von der Spielfreude und Bühnenshow der Band. Beim Betrachten der ausgelassen tanzenden chinesischen Fans, ist es doch erstaunlich, wie positiv die Musik dort aufgenommen wird. 12 Konzerte in mit 3000 Besuchern ausverkauften Hallen sprechen schließlich für sich.

Als Gesamtwerk betrachtet ist die CD durchaus gelungen und zeigt sehr viel Kreativität in der Einbindung der Instrumente und Einflüsse. Das ist es, was den Stil vom Honigdieb ausmacht und das Album so abwechslungsreich gestaltet. Für Fans von fröhlicher, beflügelnder Musik, die auch mal knallt, durchaus empfehlenswert!

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