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Holy Moses: 30th Anniversary – In The Power Of Now

Ein Best-Of-Album, das eigentlich keines ist
keine Wertung
Genre: Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 83:31
Release: 20.04.2012
Label: SPV / Steamhammer Records

Wenn eine Band es schafft, ihren 30. Geburtstag zu feiern, dann darf man schon einmal gratulieren. Die 30 muss man aber mit Vorsicht genießen, immerhin war während dieser Zeit auch mal Pause mit Holy Moses. Nun soll hier aber keine Haarspalterei betrieben und lieber die Musik der Doppel-CD begutachtet werden. 22 Lieder haben es auf die Veröffentlichungen geschafft. Davon sind 20 Songs bereits vorher auf anderen Tonträgern erschienen. Zwei Lieder, namentlich „Borderland“ und „Entering The Now“, wurden aber extra für die Scheibe geschrieben. „Borderland“ entpuppt sich als Up-Tempo-Kracher, der ziemlich gerade vorwärts rumpelt, aber trotzdem ein filigranes Riffing aufweist. Das zweite neue Stück mit dem Namen „Entering The Now“ schlägt eigentlich deutlich mehr in die Thrash-Richtung, wurde aber unter Zuhilfenahme moderner Elemente in der Neuzeit gehalten. Ein recht spaciges Gitarrensolo verdichtet diesen Eindruck noch.

Die offensichtlichste Veränderung der Lieder zu ihren Originalaufnahmen ist natürlich der Sound, der auf den Originalaufnahmen nicht immer so prickelnd war. Wer sich alleine den Unterschied der Originalversion von „Finished With The Dogs“ im Vergleich zur Neuaufnahme anhört, wird die Differenz sofort erkennen. Mitunter könnte diese „Gegenüberstellung“ auf alteingefleischte Fans etwas abschreckend wirken. So dramatisch sollte aber dieser Effekt nicht ausfallen, denn live klingen die Lieder ja auch anders als auf Platte. Jüngere Interessierte könnten aber eventuell gerade wegen des neuen Sounds auf die Band mit der Brachial-Frontröhre aufmerksam werden. Sabina entwickelt ihren Sound immer mehr in Richtung Growls und vom Geschrei weg. Das lässt sich auch bei manchen Liedern auf der vorliegenden Platte eindeutig feststellen.

Es sind von allen Alben der Band Songs auf der Sammlung vertreten, die einzige Ausnahme macht das aktuelle Album „Agony Of Death“. Dafür wurde auch die EP „Master Of Disaster“ mit dem gleichnamigen Titel berücksichtigt. Wenn man sich die Verteilung der Liederauswahl ansieht, dann wurden von den Scheiben „The New Machine Of Liechtenstein“ mit fünf und „Reborn Dogs“ mit vier Titeln am meisten Songs auf die Zusammenstellung gewählt. Die beiden Alben halten aber auch jede Menge cooler Songs parat.

Für wen ist die Scheibe nun interessant? Für die langjährigen Fans der Band dürfte die Erfahrung, die Songs in neuem Sound zu hören, interessant sein. Zwei neue Lieder gibt es ja auch noch. Noch attraktiver ist der Langspieler aber für Hörer, die keine Platten von Holy Moses besitzen, aber die Band einmal oder mehrmals live gehört und Gefallen daran gefunden haben, denn hier gibt es einen schönen Querschnitt über das Schaffen dieser deutschen Ausnahmeband.

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