Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Hokum: The Creation Of Pain

Dank Abwechslung keine Langeweile
Wertung: 8.5/10
Genre: Progressive Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 54:56
Release: 09.04.2011
Label: Good Damn Records

Die Bayern Hokum präsentieren sich mit ihrem neuen Album „The Creation Of Pain”, das viele verschiedene Facetten bereithält und daher nicht langweilig wird, in Topform. Sie selbst stecken sich in die Schubladen des Thrash und des Progressive Metals – wobei vor allem die Instrumentalabteilung eher eine progressive Schlagseite hat.

Der Anfang der Platte machen kurzweilige und sehr abwechslungsreiche Songs. Drei Songs haben eine Länge von über sieben Minuten und wirken allein schon durch ihre Länge gewissermaßen monumental. Die eben erwähnte Abwechslung entsteht durch schöne progressive Einlagen der Instrumente und durch einige kleine Zwischenspiele, z.B. hat das Schlagzeug bei „Inexorable“ einen Mini-Solopart. Der Hörer sollte kein Drum-Solo erwarten, doch dieses kleine Spiel auf den Toms passt genau in die Musik von Hokum, es nimmt das Tempo aus dem Lied. Durch diese Abwechslung wird ein toller Hörspaß erzeugt. Auch der Gesang ist nicht gleichbleibend, der Sänger wechselt gekonnt zwischen Klargesang und harschen Growls, wobei er bei den Growls und unclean gesungenen Stücken sicherer wirkt.

„Born From Treason“ ist ein stampfendes Ungeheuer sowohl mit Klargesang, als auch rauen Schreien und Growls. Gastmusiker Steffen Kummerer von Obscura leiht dem Song seine Stimme. Der Gesang passt zur Musik wie die Faust aufs Auge und unterstreicht die Spielweise der Bayern perfekt. Es entsteht es guter Kontrast zwischen Progressive-Parts und Thrash-Elementen, denn dieses Track ist etwas heavier und nicht mehr im Midtempo gehalten.

Es ist schwierig, einzelne Tracks großartig von „The Creation Of Pain“ hervorzuheben, da alle Songs gewissermaßen Hits sind. Zu „Empery“ lässt sich allerdings noch sagen, dass es den wohl poppigsten Refrain hat, der jedoch sogleich von Growls unterbrochen wird, sodass auch dieser Eindruck nur kurzweilig ist. Das über zehnminütige „Walking Ghost Phase“ besticht durch schöne Melodien sowie durch gute Soli und gleichzeitig durch hartes Riffing der Gitarrenfraktion. Dieser Song hält wohl gleichzeitig sowohl die ruhigsten als auch die härtesten Abschnitte des Outputs parat. „Walking Ghost Phase“ ist vielleicht der Track, der Hokums Album am besten widerspiegelt, da er alle verschiedenen Gesichter der Band besitzt.

Hokum legen ein komplexes Album vor. Der Hörer wird von ruhigen Parts über Midtempo bis hin zu richtig harten Passagen geführt. Es ist nicht ganz einfach, der Musik nebenbei zu folgen, da hier verschiedenste Stilmittel benutzt werden. Jeder einzelne Song ist ein gutes Stück Musik, doch leider verliert man über der Komplexität des Albums etwas den Überblick.
Dennoch muss man Hokum alles in allem ein richtig gutes Album attestieren. Ihre Songs sind zwar sehr komplex und teilweise sehr lang, was sich negativ auswirken kann, doch mit ihrem Songwriting verleihen die Bayern ihren Stücken eine gute Struktur und durch zahlreiche Stilwechsel kommt beim Hören von „The Creation Of Pain“ alles andere als Langeweile auf. Die Band veröffentlicht ein wirklich sehr gutes Album, das alle Progressive- Herzen höher Schlagen lässt.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei