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His Statue Falls: Collisions

Ein starkes Debüt
Wertung: 8/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 39:00
Release: 26.02.2010
Label: Redfield Records

Wir sind wieder wer! Das Monopol für elektrolastigen Post-Hardcore liegt zwar immer noch klar in den USA, aber Deutschland kann sich nun auch endlich mit Erfolgen in diesem Genre rühmen und mit hochkarätigen Bands prahlen! Die wohl erfolgreichste Band dürfte His Statue Falls sein, die kürzlich bei Redfield Records unterschrieben und ihr Debüt-Album „Collisions“ veröffentlicht haben.

Nach dem instrumentalen und bereits ordentlich nach Party klingenden Intro „Let's Get Crackin‘“ präsentiert die Band mit dem Song „Capital H, Capital O“ einige derbere Parts, die sich jedoch schon bald mit glasklarem Gesang die Klinke in die Hand geben und zu einem mächtigen Bewegungsdrang einladen. Etwas sanfter ging man bei „Give It Up! Give It Up!“ zu Werke, denn auf die sonst gut verzerrten und energetischen Screams hat man hier verzichtet, um ein melodisches Songkonstrukt aus pumpenden Synthesizern und schiebenden Gitarren zu kreieren, welches vor allem von dem gut umgesetzten klaren Gesang lebt. Nach dem kleinen, etwas auflockernden und rein instrumental gehaltenem Zwischenspiel namens „Interlude One“ folgt der Song „Sooner If You Let Me“, der schon im Demo-Stadium auf MySpace so manch einen Hörer überzeugen konnte – kein Wunder, denn hier hat die Band all ihre Stärken ausgespielt – oder eingespielt? Tatsache ist jedenfalls, dass melodische Synthesizer, knallende Breakdowns, aggressive Shouts und nicht nur brachiale Gitarren, sondern auch das ein oder andere melodische Riff Verwendung gefunden haben und zusammen ein astreines Produkt ergeben.

Dass es aber noch besser geht, zeigen die Jungs gleich mit dem nächsten Track „You Need HIT To Spell sHIT“ – vor allem zum Ende dieses Songs trumpft die Band mit simplen, aber mitreißenden Riffs auf, die aufgrund des etwas zurückgefahrenen Tempos nochmals harmonischer und energiegeladener wirken. Besonders hervorzuheben ist auch der Song „A Headless Crow Can’t Bite“, welcher über keinen Refrain verfügt, aber dennoch mit einer hervorragenden, zeitgleichen Kombination von Screams mit Gesang besticht und trotz eines fehlenden Refrains den anderen Songs in nichts nachsteht. Zuletzt wird das Album dann mit einem Knall beendet – „Bury My Shell At Wounded Knee“ heißt der Rausschmeißer, der einen, von atmosphärischen Synths untermalten, wahren Ohrwurm-Refrain offenbart, ohne dabei eine anständige Portion Aggression und Bewegungsspaß missen zu lassen.

His Statue Falls verstehen es großartig, zuckersüße Melodien mit brachialen Shouts und treibenden Gitarren zu verbinden. Zwar mag dem ein oder anderen der Synthesizer-Anteil zu groß sein, wenn man sich jedoch auf diese melodische Ergänzung einlässt, weiß sie sehr zu gefallen – gerade hinsichtlich der Produktion ist die Gradwanderung zwischen Melodie und Aggression ein Meisterwerk geworden, die fett produzierten Gitarren und die harmonischen Synths halten sich gelungen in der Waage, der Gesang kommt glasklar aus den Boxen und das Schlagzeug, dessen Klang an die Genrekollegen von I See Stars erinnert, macht ordentlich Druck.

Liebhabern von Post-Hardcore mit elektronischem Einschlag wird dieses Album definitiv gefallen – für Fans von größeren Bands der Marke House Vs. Hurricane oder Attack Attack! ist dieses Album eine gleichwertige Alternative, aber auch Liebhaber kleinerer Bands à la One Last Hero, Bullets & Belvedere, den alten Mindscape oder Far From The Tree werden dieses Album lieben. His Statue Falls haben hier ein vielversprechendes Album aufgenommen, mit dem der Grundstein für viele große, noch kommende Erfolge gelegt ist. Ach was, gelegt, der Grundstein ist schon fest einbetoniert! Los, kaufen!

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