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Hirax: Immortal Legacy

Ein Output größenteils auf Augenhöhe der eigenen Klassiker
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 38:26
Release: 24.02.2014
Label: Steamhammer / SPV

Dass auf Hirax eigentlich immer Verlass ist, muss wohl keinem Verfechter der reinen Thrash-Lehre mehr erläutert werden, Seit nunmehr 30 Jahren ist Frontmann Katon Da Pena auf seiner Mission unterwegs, hat seine Band zwar zwischenzeitlich auch mal länger auf Eis gelegt, ist aber vor einigen Jahren wiedererstarkt zurückgekehrt und feuert seither eine Salve nach der anderen um die Ohren des verwöhnten Publikums. Mit "Immortal Legacy" steht nun ein weiteres Geschoss bereit, die Gemeinde solcher Acts wie Testament und Overkill aufs Neue zu überzeugen, dass gleichwertiger Ersatz für einen etwaigen Ausfall der Stammkapelle zur Verfügung steht - und dies gelingt der Truppe auch diesmal wieder völlig überzeugend und fokussiert.

Da Pena gab in Interviews bereits zu verstehen, dass die neue Scheibe gleichzeitig die epischste im Bandkatalog sein soll, was er vor allem daran festmacht, dass die neun eigentlichen Songs von drei Interludes flankiert werden, die das flotte Treiben immer mal wieder für einen kurzen Atemzug unterbrechen. Allerdings wären solche Beschneidungen grundsätzlich gar nicht nötig gewesen, da sie den Drive der Platte ein wenig stören und dann auch wieder davon ablenken, welche großartigen Power-Thrasher die Band hier wieder verewigt hat. Die Riffs auf "Immortal Legacy" sind nämlich gewaltig, das aggressive Organ des Frontmanns funktioniert auch nach drei Dekaden noch einwandfrei und mit Tracks wie "Hellion Rising", "Tied To The Gallows Pole" und "The World Will Burn" sorgt man eindrucksvoll dafür, dass auch anno 2014 nicht am Ruf der Legende gekratzt wird. Kernpunkt der neuen Platte ist allerdings das überragende Titelstück, das in bester Bay-Area-Manier dokumentiert, wie amerikanischer Thrash Metal zu klingen hat und auf dieser Platte auch glücklicherweise immer noch klingt. Die Riffs, die Leads und dazu ein königlich shoutender Frontmann - das ist es, was man von dieser Truppe erwartet und in keiner Nummer nach dem Comeback so stark aufgetischt bekommen hat wie in "Immortal Legacy".

Derweil hat man dann auch schnell den Gedanken an den Sinn der Interludes begraben, denn jede Verschnaufpause wird ziemlich bald wieder von einem feinen, präzise geschredderten Arrangement abgelöst, welches dieses Album sofort wieder in die Spur bringt. Mit "Immortal Legacy" haben Hirax am Ende vielleicht nicht das Prunkstück ihrer Kollektion heraeusgegeben, aber definitiv einen Output, der in weiten Teilen auf Augenhöhe mit den bandeigenen Klassikern steht.

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