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HIM: Tears On Tape

Gutes achtes Album der finnischen Love-Metaller
Wertung: 7/10
Genre: Love Metal
Spielzeit: 41:01
Release: 26.04.2013
Label: We Love Music (Universal)

Der Finne Ville Vallo meldet sich mit seinen Mannen aus seiner Heimat zurück und präsentiert sein achtes Studioalbum pünktlich zum Sommer. Konnte das letzte Album vielleicht nicht jeden HIM-Anhänger vollends überzeugen, ist man also nun umso gespannter auf das, was als nächstes präsentiert wird.

Eingeleitet wird das Ganze mit einem genialen instrumentalen Intro, welches den Titel des Albums „Tears On Tape“ direkt zu Beginn darstellt, indem das „Play“-Drücken einer Kassette zu hören ist. Danach sind klare, feine Töne, die den Love-Metaller derart charakterisieren, dass man meint, seine Stimme schon zu hören, vernehmbar. Nach einer Minute ist dann Song Nummer zwei an der Tagesordnung und mit „All Lips Go Blue“ hauen die Finnen direkt in die Saiten, die Stimme Villes ist klar und fesselnd. So mitreißend freut man sich direkt auf den Rest des Albums. Allerdings muss man dem Album und einem jeden Song die Chance geben, mehrmals durchzulaufen. Dies ist kein Album, was nebenbei verstanden werden kann, hört man nicht konzentriert hin, entgeht einem doch die Kraft und die Stärke, mit der die Band ihr Album auf den Markt wirft. Werden mit dem zweiten Song die Rockanhänger eingespannt und befriedigt, geht es mit „Love Without Tears“ ruhiger und melodiöser zu. Villes Stimme läuft gerade in solchen Songs natürlich zu Höchstform auf. Ist sowohl deren Musik in kein wirkliches Genre zu stecken, so ist seine Stimme ebenfalls mit einem Wiedererkennungswert par excellence ausgestattet und damit punktet er auch hier wieder.

Den nächsten Ohrwurm liefert dann auch schon „I Will Be The End Of You“; mit ruhigen Parts versehen, werden diese dann immer wieder mit griffigen Riffs abgewechselt, sodass der Song einen immer weiter nach vorne treibt. Gefällt das Album bis zu dieser Stelle, dann vor allem, weil es HIM sind, wie man die Band kennt und wie viele den Sound auch immer und immer wieder erwarten. Neues, richtig Kreatives ist noch nicht dabei gewesen. Der Titelsong, der durch das Intro ja schon vorgestellt wurde, hat dann tatsächlich eine Klasse, die ein Titelsong haben muss. Wundervolle Melodie zu Beginn und schließlich ein Refrain, der aus keinem Kopf mehr verschwindet. Auch jener Song gehört zu den ruhigeren, romantischeren Vertretern des Albums.

Mit „Into The Night“ haben wir wieder einen typischen Ville-Song; seine langgezogene, jammernde Singweise kommt wieder im Refrain deutlich zum Tragen, sodass alleine durch seine Ausdrucksweise die Nacht tatsächlich unendlich erscheint. Auch der kommende Song „Hearts At War“ ist absolut echter finnischer Love-Metal. Für Metaller einfach zu ruhig und schwülstig, für die HIM-Fans genau das, was sie wollen und brauchen. Wurde der Hörer bisher einfach immer weiter gezogen, kommt nun mit „Trapped In Autumn“ wieder ein instrumentales Stück, welches Einhalt und eine Ruhepause einläutet. Nicht ganz so gut wie das Intro, gibt sich dieses Intermezzo als Möglichkeit Luft zu holen. Zwei Songs weiter gibt es erneut ein kurzes instrumentales Interlude: „Lucifer’s Chorale“. Ob es dem Teufel gebührt, ist hier wieder eine Frage, klingt eher nach einer zerstörten Kassette mit Bandsalat.

Der vorletzte Song „W.L.S.T.D“ (When Love Starts To Die) sticht aus dem gesamten Album etwas heraus, zwar hat er auch wieder den typischen, melodiösen HIM-Sound, jedoch schafft Ville es hier, stimmlich an einigen Stellen aggressiver und härter aufzutreten, sodass das Sterben der Liebe gut dargestellt wird. Der Track endet ganz plötzlich und katapultiert einen irgendwie nach vorne - waren die Augen geschlossen, sind diese nun geöffnet und man wartet auf das Finale. Das kommt in Form von „Kiss The Void“, allerdings ohne Feuerwerk und Gesang. Nur ein Gesumme und Stimmengewirr ist zu vernehmen.

Das Feuerwerk wäre an dieser Stelle wohl auch verkehrt gewesen, das hätte nicht gepasst. Dafür wären andere Songs vorhanden, die hoffentlich dann auch ins Liveprogram übernommen werden. Ein Album, welches in sich stimmig ist, absolut HIM ist, aber auch nichts großartig Neues bringt. Für alle Ville-Fans ein Muss, für alle Romantiker auf jeden Fall ein Grund zum Hinhören.

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