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Highlight Kenosis: Change

Die wenigen Höhepunkte reichen einfach nicht
Wertung: 4,5/10
Genre: Rock/ Prog/ Pop
Spielzeit: 32:12
Release: 07.05.2012
Label: Ravenheart Records

Mit „Change“ legen Highlight Kenosis nun ihr zweites Album vor, doch so viel sei schon verraten: Der Begriff Album ist ein wenig hoch gegriffen, denn mit etwas mehr als 32 Minuten Spielzeit inkl. Intro bzw. Outro haben sie die Zügel ein wenig zu locker schleifen gelassen. Dabei haben sie auf dem Weg zur mittlerweile zweiten Scheibe (das Debüt „Glowing“ veröffentlichten sie 2009) einiges in die Waagschale geworfen. Zum einen sind sie von Bukarest nach Köln umgesiedelt, zum anderen begaben sie sich für die Produktion in Teddy Möllers (Loch Vostock, Wuthering Heights) Hände und schifften dafür hinüber in die Blueflame Studios in Uppsala.

Highlight Kenosis verlangen auf dem vorliegenden Album „Change“ auch so einiges an Toleranz ab, denn von orchestralen Filmmusiken bis hin zu mit leichtem Prog angereicherten Hard’n’Heavy-Elementen bauen sie viele ihrer kompositorischen Einflüsse ein. Scheitern werden viele potenzielle Hörerinnen und Hörer schon beim fast drei Minuten langen Intro „Overture In D Minor“ mit der anfänglichen zarten, Queenrÿche-ähnlichen „I Remember You“-Sprechsequenz, die dann aber schon in einem orchestralen Klavier/ Flöten/ Keyboard/ Bläsern-Part übergeht und sicherlich auch als Schwarzwaldklinik-Titelmusik gereichen würde.

Endlich, mit „There Is No Secret“ stellen sich die Gitarren ein, hardrockige Riffs werden mit einem dezenten Keyboardteppich unterlegt, leider ähnelt Oana Maria Stoicas Gesang mehr an ein hochfrequentes Quäken, da hilft auch Teddy Möllers Gastgesanggegenpart nicht mehr aus der der sanften Prog-Patsche. Lediglich im instrumentalen Zwischenpart, wenn die Doublebass wummert und die Leadgitarre zum Solo ansetzt, wandern sie mit Sieben-Meilen-Stiefeln durch den Prog-Sumpf und auch die Keyboards erschaffen ein symphonisches Klangbild, was dann aber auch wieder ein wenig zu lang ausgereizt wird.

Deutlich besser legen sich Highlight Kenosis zum Beispiel bei „Change The World“ ins Zeug, beginnen mit hardrockig riffenden Gitarren und Frontfrau Oana zeigt, dass sie neben quäken auch besser, nämlich mehr süßlich singen kann. Auch hier sorgen die Keyboards für songdienliche Soundspielereien, schade nur, dass das Quintett mit dem kindischen „nanana“ das Ende völlig verhunzt. Ein paar Sympathiepunkte heimsen sie dann bei „Free From Agony“ ein, wenn sie zu Beginn durch das Schlagzeug wie bei einem Livekonzert anzählen. Im Song selbst pendeln sie zwischen schwergewichtigen Prog-Gitarren, gerne auch mal mit einem Keyboardsolo unterfüttert, und leichtfüßigen Schwebetripps im Refrain.

Die sicherlich stärkste Leistung liefern Highlight Kenosis aber mit „I Wish You Felt The Same“ ab; sachte wummert der Bass, wieder von den Keyboards untermalt, dazu Oanas sanftes Gesäusel, bevor ein heftiges Growlen den zerbrechlichen Aufbau unterbricht – Highlight Kenosis schaffen aber immer wieder die Wende in Richtung Anfang, allerdings auch immer wieder mit deutlich Gitarren-orientierten Parts auf einen höheren Härtegrad getrimmt. „Loving A Ghost“ wird dann von den gleichen Elementen dominiert, ist aber deutlich mehr Prog Rock als Pop. Auf den Boden der Tatsachen wird man wieder mit „Outro…With Angels“ geholt, popmusikalische Filmmusik mit Tiamat-ähnlichen Soundexperimenten auf dem Celine-Dion-Tripp – nun ja, wer es mag.

Das Engagement der Neu-Kölner in allen Ehren, mit „Change“ liefern sie nicht gerade ein wahres Highlight ab. Einige wenige Höhepunkte wie das durchaus empfehlenswerte „I Wish You Felt The Same“ reichen aber nicht, um für das Album eine Empfehlung auszusprechen, zu sehr verbauen sie Standardriffs, nicht immer komm Oanas Stimme auf den Punkt und zum Schluss ärgert dann auch die für ein Full-Length-Album knapp bemessene Spielzeit (was hier dann vielleicht dann auch ein Segen sein könnte; Anm.d.Red.).

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