Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Hero: Immortal

Interessantes, abwechslungsreiches Album mit kleiner Schwäche
Wertung: 7.5/10
Genre: Melodic, Gothic Rock
Spielzeit: 43:12
Release: 09.06.2009
Label: Retroactive Records

Die schwedischen Melodic / Gothic Metaller von Hero bringen nun mit „Immortal“ ihr zweites Album und somit den Nachfolger ihres Debüts „Bless This Nation“ auf den Markt. Manchen mag Bandgründer und Sänger Michael Hero wohl auch in anderer Hinsicht ein Begriff sein. Er leitet das real-life „School Of Rock“ Projekt in Stockholm.

„Immortal“ bietet melodiösen Gothic Rock der melancholischen, nicht zu flotten Art. Man arbeitet gerne mit Stimmungen, vollen Klängen und verschiedenen Atmosphären. Die Konzentration liegt stark auf der Melodie, daher wird man auf diesem Album auch kaum irgendwelche Ecken und Kanten finden. Dafür sind die meisten Songs recht eingängig und verweilen für einige Zeit in den Gehörgängen.

Der Titeltrack, seines Zeichens auch Opener des Longplayers, beginnt mit ruhigen Keyboardklängen, nimmt mit den einsetzenden Gitarren Fahrt auf und bewegt sich, wie fast alle anderen Stücke auch, im rockigen Midtempo-Bereich. Interessant ist auch das kleine Duett zwischen Schlagzeug, vornehmlich Becken und Hihat, und Gitarre, welche dabei zwischen etwas härteren Riffs und harmonischen Melodien schwankt. Gegen Ende hat man einen schönen dreigeschichteten Klang komponiert: Treibende Drums, darüber eine bewegte Gitarrenmelodie und zuoberst ein helles, etwas frickeliges Solo.

„Blood Red Roses“ und „Funeral Of Death“ beginnen beide mit geheimnisvolleren Klängen. Während bei erstgenanntem Song Drums und Keyboard dafür verantwortlich sind, so scheint man bei „Funeral Of Death“ eher Samples zu benutzen, wodurch auch das leise Wispern erklärt wäre. Während man hier jedoch diese Schiene weiterfährt und im düsteren Bereich bleibt, gibt es bei „Blood Red Roses“ einen kleinen Ausbruch in Form eines kurzen Drum-Solos.

„Gasoline“ ist allgemein etwas härter gehalten. Man beginnt schon mit rockigeren Gitarren-Riffs und lässt den Rhythmus ein bisschen aus der Reserve kommen. Das Schlagzeug treibt das Tempo vor und Gitarre und Gesang wechseln sich in der melodischen Begleitung teilweise ab. Obwohl die Gangart nun etwas härter ausfällt, bleibt die Eingängigkeit trotz allem erhalten.

Als Ausgleich dazu schlägt man zwischenzeitlich auch mal ruhigere Töne an, wie bei den beiden Balladen „Imagine This und „When November Falls“. Neben der Akustikgitarre kommt auch das Piano stärker zum Tragen, welches sich schon bei „Punch In The Face“ mit einigen eingestreuten Passagen ins rechte Licht rücken konnte. 

Leider scheitern Hero nur an der Komposition einer Rock-Hymne, wie „Rock The World“ wohl eine werden sollte. Man findet ihre einige Anleihen des Hard Rock, jedoch fehlt dem Track einfach die Power und die Spritzigkeit, um überzeugen zu können.

Manko des Albums ist die Abmischung der Instrumente. Man hat scheinbar alles auf gleichem Niveau gemischt. Das hat den großen Nachteil, dass vor allem die Vocals total untergehen. Dabei ist Michaels Stimme wirklich gut und angenehm. Auch die immer wieder eingesetzten Backingvocals sind nur schwer auszumachen. Die restlichen Instrumente übertönen den Gesang dauerhaft und durchgehend, was leider einen etwas negativen Touch auf die einzelnen Stücke wirft. Kaum ein Instrument kann sich durch kleine Details auszeichnen, welche den Songs noch etwas mehr Kreativität und mehr Vielfalt hätten geben können, denn auch sie gehen in der Klangmischung komplett unter.

Fazit: Hero bieten mit „Immortal“ ein interessantes Album. Man bietet dem Hörer angenehmen, nicht zu komplexen melodischen Gothic Rock, wie man ihn kennt. Man geht seinen Weg, jedoch ohne etwas Neues zu erfinden. Leider gehen viele Details unter und um diese herauszuhören müsste man sich wohl länger, bei größerer Lautstärke mit dem Material befassen. Fans dieses Genres, sollten auf jeden Fall mal reinhören, man ist qualitativ im guten Bereich mit Potenzial für weitere Entwicklung.

comments powered by Disqus

Mozart und Mysteriöse Initialen

Sauerland endlich wieder metalisiert

Erfolgreicher Retro-Dienstagabend im Lükaz

Schallende Ohrfeige für den Underground-Support

Den Metal mit der Muttermilch aufgenommen

Erste Headlinershow in der Landeshauptstadt

Klein, aber fein - mit guter Stimmung, guten Bands und guten Leuten