Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Henry Fiat's Open Sore: mondo blotto

Punkrock vom Feinsten aus Schweden
Wertung: 10/10
Genre: Punkrock
Spielzeit: 32:3
Release: 30.05.2008
Label: Alleycat Records

Es gibt sie doch noch: Die Punkbands, die einen komplett und total überraschen. So geht’s mir gerade mit den Schweden von Henry Fiat`s Open Sore. Einen beknackteren Bandnamen kann man sich wahrscheinlich kaum ausdenken, aber das passt irgendwie zu diesem punkigen Rockabilly-Sound der Jungs. Der Bandname entstand aus dem Namen von Sänger Sir Henry Fiat.

Fünf Jahre hat es übrigens gedauert, aber nun ist „Mondo Blotto“ auf dem Markt und begeistert die Fans der Szene. Geheimnisvoll sind Henry Fiat`s Open Sore. So gibt es meines Wissens kaum ein Bild, das die Jungs zeigt. Sie zeigen sich mit schwarzen Masken und werden als die geheimste und unberühmteste Band gepriesen. Kommerz ist für sie ein Fremdwort und das scheint wiederum das Geheimnis ihres Erfolges zu sein, denn über kurz oder lang setzt sich Qualität eben doch durch.

Los geht’s mit „The Knuckledraggin Neanderthal In Me“ – ein schneller Punksong, der einem direkt zeigt, wo der Hammer hängt. In diesem Fall ist es eher der Old-School-Punk-Hammer, aber der kann ja auch gut zuhauen.

„I Rock“ ist dann eine glasklare Rockabilly-Nummer, die wieder energiegeladen daherkommt und wahrscheinlich live wie die Hölle kickt. Und wen ein penetrantes „Well-oh Well-oh Well-oh Whip Whip, Well-oh Well-oh Well-oh Wop Whip” nicht nervt, der ist aufgenommen im Kreis der würdigen HFOS-Fans.

„Keep Your Unit Trim“ ist megaschnell und bietet Punkrock vom Feinsten, aber megaschnell sind sie eigentlich alle. „Ask Me (I Know Everything)“ erinnert dann an die guten alten Punkzeiten, die noch den unverwüstlichen Punkrock ohne weichgespülte Songs bot. Supergeil!

Bei „No Empathy“ beschreiben die Jungs sich scheinbar selbst. Nämlich, dass sie sich gern mit allen anlegen und dass sie eigentlich niemand mag, aber ich denke, dass sie sich hier dann doch unterschätzen. Auch eine richtig gute Punknummer.

Auch der Text zu „Cocaine“ ist äußerst witzig. Laut HFOS verbessert Kokain nicht nur unser Tennis und befreit unseren Geist, sondern – und darin sind sie sich einig – ist es viel zu teuer.

Man könnte jetzt noch jeden einzelnen Song aufführen, denn jeder ist einzigartig und hat etwas zu bieten, aber was sich durchzieht ist die Länge der Songs. Man denkt, da muss doch noch was kommen, ist mein CD Player kaputt? Aber nein, das ist gewollt. Das ist wohl ein Markenzeichen. Alle Songs sind kurz und knackig… keiner ist länger als zweieinhalb Minuten, daher bietet diese Platte trotz recht kurzer Spieldauer Platz für 20 Songs.

Fazit: Dieses Album ist ein Muss für jeden Punkrock-Fan. Hier kann man sich jede Menge Spaß holen und das ist das, was Punk einmal ausgemacht hat. Ein Dankeschön an die Band, dass sie uns daran teilhaben lässt. Und jedem Aushilfs-Punk sei gesagt: Versuch dich gar nicht erst an HFOS, denn du wirst es hassen. Das ist wirklich was für Liebhaber!

comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen