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Hemlock: Bleed The Dream

Eine neue Herausforderung
Wertung: 7.5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 44:21
Release: 28.09.2007
Label: Candlelight Records

Die US-Combo Hemlock ist mir bisher nur namentlich untergekommen, als ich mir Tourdaten von irgendwelchen Bands angesehen habe. Nachdem ich die Infobeilage zur neuen Platte durchgelesen habe, bin ich darüber auch nicht verwundert.. Acht bis neun Monate sind die Jungs jährlich auf Tour und haben schon Größen wie Slayer, Hatebreed, Soulfly, Slipknot, Lamb Of God oder auch Disturbed begleitet (um nur ein paar zu nennen). Nicht schlecht und meinen größten Respekt dafür. 

Mit Neulingen haben wir es hier nicht zutun. 14 Jahre zählt die Bandgeschichte bereits. Wie viele Alben währenddessen auf die Menschheit losgelassen wurden, kann ich nicht 100%ig sagen. Die Homepage der Amis gibt dazu nicht viel her. Gehe ich von der Aufteilung der Soundfiles auf der Page aus, müsste „Bleed The Dream“ das vierte Machwerk darstellen.

Doch halt… „Bleed The Dream“ ist keineswegs neu. Veröffentlicht wurde das Teil bereits schon einmal. Doch so wie es scheint noch nie in Europa (falls das nicht stimmt, beschwert euch bei der Plattenfirma; ein paar mehr Informationen hätten es schon sein können). Darum gibt es die letzte Platte der in Las Vegas beheimateten Jungs jetzt auch bei uns via Candlelight Records mit neuem Mastering, zwei Bonustracks und nochmals komplett neu eingespieltem Schlagzeug. 

Doch genug des Rätselratens und hin zur Mucke. Hemlock haben ihre Wurzeln eindeutig im Hardcore. Doch beschränken wollen sie sich nicht auf die üblichen Zutaten. Darum mixen sie progressive Stilelemente mit unter und haben hin und wieder starke Melodien und Cleangesang am Start. Nein, das hat rein gar nichts mit Metalcore zutun. Hin und wieder müsst ihr euch vorstellen, Katatonia gehen eine Allianz mit Pro-Pain ein und versuchen, beide Stile sinnvoll zu kombinieren. Ja ja, das klingt schon seltsam, funktioniert aber. 

Hört euch „The Platinum Lie“ und „Becoming“ an und ihr könnt nachvollziehen, was ich meine. Ob Hardcorefans damit was anfangen können wage ich zu bezweifeln, doch Hemlock sind ja auch nicht DIE typische Hardcoreband. Für mich jedenfalls sind diese beiden Songs die interessantesten des Albums. 

Doch aller Experimente zum Trotz gibt es auch genug Material, um die Kauleiste zum wackeln zu bringen. Gleich der Einmarsch mit „My Eyes Itch“ und „Weakman Suicide“ tritt mächtig Arsch und bläst im Handumdrehen die Gehörgänge frei. Fette Soundwände, massig Pro-Pain-Zitate und viel Wut im Bauch. Wer da nicht aufwacht soll weiterpennen. 

Danach ist Ebbe bis mit „Suffocate The Truth“ ein starker Song auf den Plan tritt, der zu einem Livekracher avancieren sollte. Ohne Schnörkeleien, ohne Faxen… einfach nur geradeaus. Experimentell gibt sich dann wieder der Titeltrack. Hardcore trifft auf Noise, Pro-Pain treffen auf Killing Joke und Mastodon. Ein außergewöhnlicher Farbtupfer. 

Danach hört es auf. Die Bonustracks können auch nur noch mit Mittelmäßigkeit aufwarten und kommen gegen die regulären Tracks nicht an. Insgesamt kann ich Hemlock ein mutiges Album bescheinigen, dass sicherlich auch die Hardcore-Zielgruppe befriedigen kann, dabei jedoch sehr oft über den Tellerrand hinaus kriecht. Gehen die Amis diesen Weg weiter, sollte uns in Zukunft ein Crossover-Monster allererster Güte ins Haus stehen. „Bleed The Dream“ ist der erste Schritt in diese Richtung. Wer bei Mastodon und Konsorten keine flinken Füße bekommt und insgesamt immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, kommt an ein Reinhören nicht vorbei.

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