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Hemesath: Rot So Rot

Kopierte Neue Deutsche Härte
Wertung: 3/10
Genre: NDH
Spielzeit: 24:31
Release: 19.07.2013
Label: Eigenvertrieb

Selten, dass die Worte fehlen, ein Review zu starten - durchatmen und los. „Neue Münsteraner Härte“ wird versprochen, als die Band, aus Beckum kommend, Hemesath vorgestellt wird. Die Scheibe in den Player geschoben und ein Blick aus die fünf Tracks geworfen, meint man schon ein „Déjà-vu“ zu haben, „Schwarzer Engel“, „Feuer Frei“? Und dann die EP noch „Rot So Rot“ heißend, klingt doch schon übelst verdächtig. Gut, Vorurteile bringen einen ja bekanntlich nicht weiter. Also „play“ und dann überkommt es einen, dass es fast peinlich ist. Hier zu hören schlechter Rammstein-Abklatsch und das so völlig ohne neue Ideen.

Bei „Schwarzer Engel“ werden wütend aggressiv die Worte in Lindemann-Manier ins Mikro gebrüllt. Erst schön flüsternd, irgendwie auch zu bekannt von den Abgekupferten, Gitarrensoli und dann brastige Vocals und das gerollte „r“ darf natürlich nicht fehlen. An dieser Stelle schon sollte das Review enden, jedes weitere Wort wäre dann doch zu viel. Aber gut, mitgehangen, mitgefangen, vielleicht ist das nur der erste Eindruck.

„Spinne“ nennt sich das zweite Stück auf der EP, die Anlehnung an die eben genannten sind noch immer deutlich spürbar und auch sonst bedienen die Münsteraner alle NDH-Facetten und bieten nichts Neues. Es ist gut gemacht, was musikalisch geboten wird, die Musiker verstehen ihre Instrumente, hier gibt es nichts zu meckern. Aber auch wieder beim „Refrain“, wenn auch nicht eins zu eins abgekupfert, meint man doch ein neues Lindemann-Stück zu hören. Gesanglich ebenfalls nicht schlecht, wenn es nicht so deutlich schon existieren würde.

Wirklich schlimm wird es dann beim dritten Song „Feuer frei“. Wie man so dreist ein Stück kopieren kann und dem nicht einmal annährend Gebühr zahlen will, ist es fast unglaublich. Aber der Player ist hart und zeigt, dass es geht. Von den fünf Songs auch das schlechteste Stück.

An vierter Stelle dann der Titelsong „Rot So Rot“. Langsam beginnend baut sich der Song auf, so dass sich die Gitarrensaiten ein wenig später zum Gewittersturm aufbauen und das immer wieder unterbrochen durch in der Ferne klingende Glocken. Hier macht die Band deutlich, dass sie was drauf hat und auch eigene Ideen in die Tat umsetzen kann. Gut, dass man dran geblieben ist, wenn auch ein fader Nachgeschmack bleibt. Das Stück verklingt am Ende ganz leise und hinterlässt den nicht mehr ganz so aufgebrachten, eher nachdenklichen Zuhörer.

Das fünfte und letzte Stück „Keine Angst“ ist der ruhigste Vertreter und zeigt, dass die Band nicht nur draufschlagen kann und die Gitarrensaiten verglühen lässt. Zum großen Teil instrumental, was die Beckumer Jungs hier präsentieren, der ruhige Gesangspart zeigt dann auch deutlich, dass brachiale, wütende und laute Gesangsparts eher ihre sind.

Schade dass der Beginn so abkupfernd war und im Ganzen nicht viel Neues präsentiert wurde, Hemesath zeigen sehr wohl, dass sie verstehen, Musik zu machen aber doch bitte nicht so arg angelehnt an andere.

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