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Helritt: Trotzend dem Niedergang

Appetitstiller für zwischendurch
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Black Metal
Spielzeit: 37:46
Release: 09.02.2006
Label: Det Germanske Folket

Aus Thüringen, welches spätestens seit Menhir und XIV Dark Centuries als inoffizieller Teil Skandivaniens gilt, kommt das frischeste Stückchen Musik aus dem Hause Det Germanske Folket. Helritt veröffentlichen nach einigen vielversprechenden Auftritten wie zum Beispiel den auf dem Rock For Roots 2005 und der kurzen Demo-CD “Wälder” nun ihr erstes Album “Trotzend dem Niedergang” und lässt sicher so manch einen Fan von Pagan Black Metal aufhorchen.

Eingeleitet wird die CD mit einem stimmungsvollen Akustikintro, auf welches nach kurzer Zeit die schwarzmetallische Raserei folgt. Ebenjener Black Metal wird sehr melodiebewusst vorgetragen. Weder Keyboards noch Akustikinstrumente abseits der Standartklampfe wurden verwendet, einzig die E-Gitarre zaubert ein Lächeln ins Gesicht des geneigten Pagan Black Metal Fans.

Stolz und heroisch dringt die Musik ans Ohr. Man kann den fünf Mannen von Helritt ein Gefühl für Epik nicht absprechen, gerade im Bezug auf den sehr gut gelungenen Klargesang, der etwa ein Viertel des Gesangs auf der Platte einnimmt. Der Löwenanteil bleibt immer noch beim beliebten Gekreische, welches mich hier nicht ganz überzeugen kann.

So weit so gut, bisher klingt das alles noch nicht wirklich bahnbrechend. Ist es auch nicht. Die Jungs haben Erfahrung im Geschäft, wie frühere Zugehörigkeiten einiger Mitglieder zu Bands wie Surturs Lohe und Menhir belegen, und wissen, welchen Schalter man umlegen muss, um in dieser Sparte heutzutage Erfolg zu haben. Auch kleine Überraschungen wie ein knackiges Thrash-Riff zwischendrin lassen die Atmosphäre von diesem soliden Stück schwarz-heidnischer Tonkunst leider nicht enorm aufkochen.

Det Germanske Folket bringt in Sachen Aufmachung wieder einmal ein sehr stimmungsvolles Album heraus. Alles in Weiss- und Grautönen gehalten, die Texte über alte, nordische Göttersagen und die ach so schöne Thüringer Landschaft in Runenschrift dargeboten und ein Winterwaldbild das Cover zierend. Einzig die Pseudonyme der Musiker wirken mit “Tyrs Sohn” ein wenig aufgesetzt.

Produktionstechnisch kann man den Herren auch nichts vorwerfen. Die Scheibe hat einen fetten und frischen, aber nicht zu hochpolierten Sound, der bei den Freunden von XIV Dark Centuries den letzten Schliff verpasst bekommen hat.

Mit seinen knapp 35 Minuten hält “Trotzend dem Niedergang” also wunderbar als kleiner Appetitstiller für Zwischendurch her. Wer eine qualitative hochwertige Alternative zu den XIV Dark Centuries sucht, sei mit Helritt auch gut beraten.

Um also ein finales Fazit zu ziehen: Das Debütalbum Helritts ist eine sehr solide Scheibe, der es allerdings an dem besonderen Etwas fehlt.

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