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Helloween: Gambling With The Devil

Zu viel Füllmaterial
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Power Metal
Spielzeit: 57:40
Release: 26.10.2007
Label: Steamhammer/SPV

Mit großen Erwartungen ging ich daran, das neue Album der Kürbisköpfe anzuchecken. Einen passenderen Zeitpunkt für die Veröffentlichung konnten die Herren auch nicht wählen, denn genau dies ist ja laut Kalender die Zeit der ausgehöhlten Kürbisköpfe. „Gambling With The Devil“ macht mich ehrlich gesagt innerlich irgendwie zerrissen und auch ein ganzes Stück weit unentschlossen, denn genauso wirken die Songs auf dem Album. Da haben wir zum einen die beiden Stücke „Kill It“ und „The Saints“ ganz am Beginn der Scheibe, welche die guten, alten Zeiten wieder herrlich aufleben lassen. Gut, in „Kill It“ ist Andi mit seiner Stimme in ganz hohen Regionen unterwegs. Das ist nicht ganz so nach meinem Geschmack und wer Andis Organ bislang nichts abgewinnen konnte, der wird sicher auch hier seine Nase rümpfen. Aber lasst es, das gibt nur Falten … Trotzdem ist „Kill It“ ein Helloween-Smasher vor dem Herrn … was für ein Einstand!

Eine erneute und noch gewaltigere Steigerung erfahren wir dann im folgenden „The Saints“ … DAS sind für mich die Helloween, die ich seit langer Zeit liebe. Der Refrain ist dermaßen geil … ich sterbe … aber vorher werden die Lautsprecher noch weiter aufgerissen … Der Song killt wirklich!!! Danach kommt allerdings unverständlicherweise mit den folgenden Songs jede Menge Füllstoff. Füllstoff deshalb, weil Songs wie „As Long As I Fall“, „Paint A New World“ oder auch „I.M.E.“ nicht die Klasse von Helloween aufzeigen. Klar sind die Stücke allesamt technisch gut umgesetzt, keine Frage, aber dennoch gibt es Kritikpunkte.

Gegen Ende der Scheibe wird es dann wieder erheblich besser mit dem vor Optimismus sprühenden „Can Do It“, „Dreambound“ und dem megageilen Albenabschluss „Heaven Tells No Lies“. „Can Do It“ und „Dreambound“ sind genau wie die Songs zu Beginn des Albums so dominiert vor Helloween-typischen Vibes, dass ich vor Freude juchzen könnte. Aber dann kommt ja noch „Heaven Tells No Lies“ … und was soll ich noch sagen … ich liebe diesen Song einfach abgöttisch! Ich sag nur “I don´t know if heaven tells no lies…“ Neben „The Saints“ ist dies der beste, ach, was sag ich, der allerbeste Song des Albums!

Nun, die Stücke, welche gewissermaßen den Rahmen des Albums bilden, geben wirklich megastarkes Ohrenfutter ab, doch dazwischen hat sich hier und da beispielsweise mit „I.M.E.“ oder auch „Fallen To Pieces“ immer wieder das ein oder andere Stück eingeschlichen, das mehr oder weniger an mir vorbeirauscht, ohne mich wirklich zu berühren. Oder es kommt noch schlimmer und ich denke, wie bei „Final Fortune“ gar unweigerlich an die finnischen Gothic Metaller To/Die/For und leider viel weniger an Helloween selbst.

Charlie Bauerfeind hat im Mi Sueno Studio auf Teneriffa bei der Produktion der Scheibe erstklassige Arbeit an den Tag gelegt. Zweifelsohne weiß er genau, worauf es bei Helloween´s Sound ankommt, keine Frage und ein uneingeschränktes Daumen-Hoch an ihn!

Fazit: Die Höchstpunktzahl kann ich leider nicht springen lassen, dafür ist meiner Ansicht ein bisschen zuviel Füllmaterial vorhanden, das der Band nun wirklich nicht gerecht wird. Aber die richtig guten Songs auf der Scheibe vermögen viel wieder auszubügeln. Ich freue mich auf die kommende Tour der Kürbisköpfe im Januar, wenn sie unter anderem meine Lieblingshits „Heaven Tells No Lies“ und „The Saints“ präsentieren.

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