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Hell Within: Shadow Of Vanity

Es gibt nicht nur Trivium!
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore, Thrash Metal
Spielzeit: 33:52
Release: 21.05.2007
Label: Lifeforce Records

Thrash Metal galt jahrelang als zumindest klinisch tot. Seit einigen Jahren können sich jedoch viele junge Bands (bspw. The Haunted) wieder für diesen Sound begeistert, auch weil sich die „alte Garde“ wie Destruction, Kreator und Slayer wieder erstarkt den Fans präsentierte. In diese Zeit hinein veröffentlichten Trivium ihren Paukenschlag „The Crusade“, welcher deutlich die Vorlieben der jungen Band offen- und sich von ihren Metalcore Roots fast vollständig wegbewegte.

Nun gut, ich halte „The Crusade“ zwar für etwas überbewertet, aber es ist eine gute Platte und hat der Band viele neue Fans beschert. Von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis andere Bands ein Stück vom Kuchen abhaben wollten. Womit ich dann endlich den Bogen zu Hell Within geschlagen habe, die aber wesentlich mehr als ein bloßer Trittbrettfahrer sind. Sicher, die cleanen Vocals, die Riffs und die starken, Maiden-beeinflussten Soli – all das klingt stark nach Trivium. Hell Within gehen aber eine ganze Ecke heftiger zur Sache und packen neben Metalcore auch eine heftige Testament Schlagseite in ihre Songs.

Der eröffnende Titeltrack nagelt den Hörer sofort vehement an die Wand, was nicht zuletzt an der exzellenten Produktion liegt, die alle Bandmitglieder gleichberechtigt nebeneinander in Szene setzt. Mitunter ist mir der Gesang etwas zu sehr in der Hardcore Ecke, was aber immer durch die sehr schönen cleanen Vocals ausgeglichen wird. Ein Thrash Einstand nach Maß! Den Übergang in „My Exit In Red“ bemerkt man lustigerweise kaum, da er sich trotz kleiner Pause als sehr fließend herausstellt.

„Lay Down Your Arms“ (schönes Solo zum Schluss) geht vom Gas und klingt ein wenig punkig. Leider versteift sich die Band nun ein wenig auf den cleanen Gesang, der ein etwas eintönig ist. Aber schlecht ist etwas anderes, ganz klar. Dennoch lässt sich nicht kaschieren, dass der Mittelteil der Platte nicht gerade ein Fest an Abwechslung ist. Die einzigen Akzente setzt die Gitarrenfront, die immer wieder mit schönen Breaks und Soli punktet. Ich fühle mich abermals an Trivium erinnert, die auf dem letzten Album ja auch einige „verträglichere“ Stücke im mittleren Bereich der Platte platzierten.

Aber danach gibt es wieder amtlich etwas vors Fressbrett – der 2 minütige Hassbatzen „Between The Dead And The Deceived“ brettert aus den Boxen und bedient sich im instumentalen Bereich relativ schamlos bei Slayer. Aber gut, das tun Kreator auch gerne und trotzdem (oder deswegen) sind sie super. Die nachfolgenden Tracks „For The Taking“ und „Merciless“ kann man dann wieder kurz zusammenfassen, da Hell Within auch hier nicht gerade Stilbruch begehen. Spaß macht aber vor allem „Merciless“, was qualitätsmäßig fast an den Opener herankommt.

„A Silent Prayer For The Haunted“ nennt sich der Rausschmeißer und endlich bewegt sich die Band auf neuem Terrain. Aus dem ruhigen Beginn entsteht ein groovendes Thrash Metal Monster, was sich auch gut auf „Seasons In The Abyss“ gemacht hätte. Warum nicht gleich so? Mehrere Farbtupfer dieser Art hätten dem Album mehr als gut getan.

Ob Hell Within bloß auf den Erfolgszug ihrer Landsmänner aufspringen wollen, sollen andere entscheiden. Fest steht zumindest für mich, dass die Band mit Herzblut bei der Sache ist, auch wenn der moderne Anstrich teilweise ZU gewollt klingt. „The future of Thrash Metal“ stellt „Shadows Of Vanity“ zwar nicht dar, enthält aber einige Nackenbrecher, die der Band zumindest einige Türen öffnen sollten. Fans der im Review mehrfach genannten Bands und der Musikrichtung können....nein, sollten mal ein Ohr riskieren. Und weil gerade die Sonne scheint und diese Musik für einen Metalhead dann so richtig passt, gibt es trotz der Formschwäche zur Halbzeit und der relativ kurzen Spielzeit satte acht Punkte von mir.

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