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Hell: Trilogy

Puh! Ganz schön anstrengend!
Wertung: 3/10
Genre: Sludge Metal / Doom Metal
Spielzeit: 144:04
Release: 15.05.2014
Label: Pesanta Urfolk

Es gibt laut der Encyclopaedia Metallum tatsächlich neun Bands mit dem unglaublich kreativen Namen Hell. Neben den in letzter Zeit wieder aktiven Briten gibt es auch eine amerikanische Formation, die seit 2006 drei Alben auf MC veröffentlicht hat. Danach gab es noch ein paar Split-CDs und nun sind alle drei Alben gemeinsam auf vier Picture-LPs erhältlich.

Diese vier Platten „locken“ mit einer Gesamtspielzeit von über zwei Stunden, was einem, wenn man das auf zwölf Lieder aufteilt, erst mal die Sprache verschlägt. Der längste Song nimmt sogar sage und schreibe fast 21 Minuten Laufzeit in Anspruch. Wer jetzt aber glaubt, auf den Hörer warten komplexe Kompositionen mit verzwickten Arrangements, der liegt so unglaublich falsch wie man nur falsch liegen kann. Hell walzen sich schwerfällig wie ein Lavastrom durch die Gegend – nur ist der Lavastrom wenigstens leise. Die Amerikaner dagegen schaffen es mit Leichtigkeit, dem Hörer innerhalb kurzer Zeit die Gehirnwindungen zu verknoten (es wäre nicht so abwegig, hier einen Angriff der Geheimdienste zu vermuten).

Nach spätestens einem kompletten Hördurchgang ist der Willen der Zuhörer gebrochen, denn dann ist man nicht einmal mehr in der Lage, das Übel mit roher Gewalt zu beenden. Die Musik wirkt wie eine riesige, schleimige Ladung aus Langsamkeit und Disharmonie. Natürlich gibt es auch Fans solcher Kreationen, die Mitte der Metalbewegung wird man aber, so alle Geister der Welt und des Himmels wollen, nie erreichen. Ein Großteil der zweieinhalb Stunden Spielzeit wird von Verzerrerrauschen, anderen Soundschnipseln und Ambientgeplänkel verbraucht. Wenn die Band dann mal spielt, sind die Stücke sehr simpel gehalten und folgen vor allem immer komplett dem gleichen Schema. Es gibt kurz Musik im näheren Sinn und dann folgt in der Regel eine ewig lange Phase aus „Soundeffekten“. Eine einzige Ausnahme gibt es: „Trucid“ bietet ein recht ansprechendes Akustikstück, welches in wüsten Black Metal übergeht. Dieser verfällt dann wieder in ein wüstes Stampfen und so weiter. Hier darf man ernsthaft von Songwriting reden. In diesem Stil hätte die Band tatsächlich einen musikalischen Wert, den man nicht kleinreden kann. Allerdings bleibt der Titel die Ausnahme auf den vier LPs.

Diese Trilogie braucht niemand. Auch der Kultstatus, der der Band nachgesagt wird, ist mehr als nur zweifelhaft. Die Qualität der Musik ist das nicht. Hell schleppen sich von einem ambientverseuchten Sumpf in den nächsten und oft ergeben sich die überlangen Songspielzeiten schlicht aus ewig langen Soundeffekten, die jedem Wirbeltier nach kurzer Zeit die Zornesröte ins Gesicht treiben sollten, wenn man bedenkt, wie viel Zeit man mit dem Anhören der Tracks verschenkt hat. Natürlich wird die schicke Vier-LP-Box ihre Abnehmer finden, aber die allerwenigsten werden die stolzen 75 Dollar wegen der Musik ausgeben.

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