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Hell: The Age Of Nefarious

Perfekter Appetizer
Wertung: 8,5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 21:57
Release: 25.10.2013
Label: Nuclear Blast

Die einen lieben sie, die anderen können sie nicht leiden – das, was auf fast alle Bands zutrifft, scheint bei Hell einfach noch ein Stückchen mehr zu spalten. Dabei stehen die Briten nur für eines, wonach noch immer Horden an Fans gieren: Klassischen Metal, wie er in den Achtzigern eine bis heute anhaltenden Szene revolutionierte. Unlängst waren Hell auch auf der auf den ersten Blick ungleichen Tour mit Amon Amarth und Carcass, doch auch hier konnten sie trotz kurzer Spielzeit von selten mehr als dreißig Minuten wieder zahlreiche Fans dazugewinnen.

Passend zur Tour kam dann vorliegende EP heraus, die – für Sammler interessant – als Vinyl-10“ (limitierte Auflagen in diversen Farben) erschien, um nicht nur Geschmäckle auf das folgende Full-Length-Album zu machen, sondern auch sich nochmals kurz ins Tourgespräch zu bringen. Einen neuen Track gibt es hier auf die Lauscher, aufgefüllt wird die Vinyl-EP mit drei Livetracks, die allesamt auf dem Bloodstock Festival 2013 mitgeschnitten wurden.

Wer bisher sein Herz an Hell wegen des Debüts „Human Remains“ eh schon verloren hat, der wird das beim Titeltrack auch nicht mehr wiederbekommen, denn die Briten hauen in die erfolgreiche Old-School-Kerbe und bieten mit „The Age Of Nefarious“ ein wahres Feuerwerk aus melodischen Riffs, die wie eine Ehrerbietung an die NWOBHM-Phase gereichen. Gitarrero und Produzent Andy Sneap, der sich auf der Bühne ja gerne ein wenig zurückhält, hat hier einmal mehr einfach nur durchgehend fantastische Arbeit geleistet – transparenter Sound bis hin zu den Keyboardanteilen: Da wummern Bass, Schlagzeug und Gitarre auf Augenhöhe, und auch der Gesang, der bei diesem Song erneut wieder mit einer gehörigen Portion Theatralik daherkommt, schmiegt sich wunderbar dem Songkorsett an – wässriger kann die Mundhöhle mit diesem Appetizer kaum werden.

Grundsätzlich darf man natürlich das Release einer EP in Zweifel stellen, doch mit den drei Livetracks punkten Hell wie beim Dart mit einer Trippel-Zwanzig zum finalen Sieg. Der Sound wirkt schon fast zu gewaltig für eine Liveaufnahme, da ist sicherlich im Studio noch ein bisschen der Regler aktiviert worden, aber trotzdem kann man das Livefeeling dieses energetisch okkulten Quintetts von der Insel nachempfinden. Besonders sticht da „Blasphemy And The Master“ hervor, man spürt förmlich, wie der nicht nur theatralisch singende, sondern auch entsprechend agierende Frontmann David Bower die Peitsche über den blutenden eigenen Rücken zieht, wobei wir da schon wieder bei der Einleitung sind: Die einen lieben sie, die anderen können sie nicht leiden. Und das liegt dann sicherlich auch ein wenig an der Show, die für einige Verblendete dann doch „zu viel Show“ bietet.

Hell macht verdammt noch mal alles richtig. „The Age Of Nefarious“ ist ein höllisch heavy bratender, mit viel Melodie und Sehnsucht nach NWOBHM vollgestopfter Track, der genau den Zweck erfüllt, weswegen er hier gelandet ist: Geschmack auf das Album zu machen. Wenn die Vorspeise schon so gut abgeschmackt ist, wie Bombe muss dann das Hauptmenü sein. Noch kann man sich die 10“ zum normalen Kurs in diversen Shops besorgen und auch auf Ebay werden die Vinyls noch zum normalen Kurs gehandelt – das wird in 2014 aber sicherlich ganz anders aussehen.

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