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Hell-Born: Darkness

Polnisch, aber nicht polnisch genug!
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 74:18
Release: 07.05.2010
Label: Witching Hour Productions

Auffällig an dem fünften Album der Band Hell-Born ist ganz besonders das Cover.
Was sich da so schön klischeehaft als Black Metal ausgibt, ist in Wirklichkeit ein derbes Death Metal-Album, das auf einen äußerst dunklen Sound ausgelegt ist. Einen guten Beitrag dazu leistet die Stimme von Sänger Baal, die einen rauen, dämonenhaften Klang versprüht. Zudem setzt die Band auf einen starken Bass, der das Album sehr dominiert und dadurch den Metaller in eine wohlig dunkle Atmosphäre bettet.

Die Lieder auf „Darkness“ legen im Allgemeinen eine durchgehend schnelle Gangart ein. Altbekannte Themen wie Dunkelheit und Satan werden sehr kraftvoll präsentiert. Leider fehlt es den Liedern aber an Seele, so dass sie stark dazu neigen, heruntergedrescht zu klingen. Auch die Unterbrechungen durch die Gitarrensoli sind nur mittelmäßig inspirierend und reißen daher nicht wirklich etwas heraus. Obwohl technisch eigentlich sehr solide im guten Bereich, wagen Hell-Born keine Innovation, so dass die Songwriting-Qualitäten schnell in den 08/15-Bereich abrutschen. Obwohl der Sound dieser polnische Band schon beim ersten Hören an die dunklen Stimmen Polens, sprich Vader und auch ganz entfernt Behemoth, erinnern, bleibt es unverständlich, warum Hell-Born es auf dieser Grundlage nicht schaffen, ein interessantes Album zu kreieren.

Die Songs bestehen hauptsächlich aus Wiederholungen wie zum Beispiel bei „The Thorn In The Crown“ oder „Curse Me And I Win“, so dass sie sich sehr leierhaft dahin schleppen. Durch diese Art unterscheiden sich die Titel von „Darkness“ leider auch nicht großartig voneinander und man hört sich ziemlich unberührt durch die rund 75 Minuten Spielzeit. Dieses Album will einfach nicht zünden.

Man muss der Band aber zu Gute halten, dass sie Versuche zur Auflockerung dieser Eintönigkeit unternimmt. Sie gelingen allerdings nur mäßig. Auf dem Album werden beispielsweise öfter gesprochene Intros eingestreut, die auf den ersten Blick zwar recht düster wirken, dem Hörer aber bei genauem Hingucken ziemlich albern vorkommen. Das Album auch nicht wirklich aufwertend, aber dafür mal kreativ zeigt sich das Lied „In Satan We Trust“. Hier setzen das Schlagzeug und die Gitarren rhythmisch mit ihrem Spiel aus, so dass das Lied stellenweise nur von Gesang und Bass beherrscht wird. Eine interessante Kombination, die einem auf diese Weise so schnell nicht wieder begegnen wird. Trotzdem bringt auch dieses Lied das Album nicht wirklich weiter nach vorne. Einziger wirklicher Lichtblick scheint der Song „The Black Of Me“, der das Black-Metal-Genre gekonnt streift und authentisch dämonische Züge aufweist.

Zu „Darkness“ sollte noch erwähnt werden, dass es sich bei diesem Album um eine Limited Edition handelt, die zusätzlich zu dem eigentlichen „Darkness“-Album noch weitere fünf Lieder bereithält. Bei diesen Liedern handelt es sich um Songs älterer Alben, deren Live-Aufnahmen die letzten fünf Tracks dieser Scheibe ausmachen. Erwähnenswert sind sie allerdings nicht, da der Sound so schrecklich stumpf und blechern ist, dass sie eher einem privaten, spontanen Mitschnitt gleichen als einer professionellen Live-Aufnahme. Die Limited Edition als solche bewährt sich hier folglich überhaupt nicht. Das Album an sich kommt somit über den Durchschnitt nicht hinaus und kann daher auch leider nur eine entsprechende Wertung für sich verbuchen.

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