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Hekate: Goddess

Ab und zu wünscht man sich dann doch etwas mehr Pfeffer
Wertung: 4/10
Genre: Avantgarde
Spielzeit: 59:37
Release: 11.10.2004
Label: Auerbach Tonträger

Es gibt viele Wege, das Mittelalter klanglich wiederzubeleben. Da gibt es dann einfach die altertümliche Textthematik - natürlich ist jemand, der über Minne und Drachen singt, nicht automatisch ein Spielmann, aber der Verdacht liegt doch nahe. Dann kann man auch noch gekonnt das ein oder andere nostalgische Instrument einbauen und schon ist das vergangene Jahrhundert wieder da. Oder sollte es zumindest.

Genau dieses Ziel haben sich Hekate gesetzt. Sie selbst verstehen sich als eine Avantgarde-Band, die ihr Repertoire aus Pop, Klassik und Folklore zusammensetzt. Auf der Bühne kommen dann zum Drumset Percussions, Trommeln, Glocken oder auch mal Gongs hinzu. Eigentlich die perfekte Rezeptur um die Thematik der Legenden und Mythen weiterzutragen. Sollte man meinen. Doch irgendwie entpuppt sich das Album “Goddess” nicht als sehr überzeugend. Vielmehr hat man das Gefühl, von der Materie erschlagen zu werden und der Wechsel von Französisch, Englisch, Jiddisch und Deutsch trägt auch nicht zur Auflockerung bei.

Dabei startet die Platte relativ vielversprechend: Der Opener „Morgan le Fay“ beginnt mit einem herrlichen Flötenintro, das sich dann doch zusehends, von Susanne Groschs Stimme abgelöst, in die Länge zieht und das Lied fast langweilig klingen lässt. Zwar ist die Kombination von Keyboard und Flöte hervorragend gelungen, keine Frage, aber man wünscht sich dann doch etwas mehr Abwechslung. Aber weder Axel noch Susanne scheinen das so zu sehen, stattdessen scheint das Lied nur aus einem Refrain zu bestehen.

Bei „Montségur“ dagegen keimt die Hoffnung auf, dass Hekate doch noch mitreißend sein können. Der relativ flotte Dudelsack am Anfang beweist durchaus Tanzbarkeit. Doch dann das gleiche wie beim Vorgänger: Grosch setzt ein, wiederholt unzählige Male ihre wirklich sauber gesungenen Strophen und lässt Monotonie durchschimmern. Auch der Sprechgesang mag das Lied nicht auflockern. Er stört mehr, als ob dem Zuhöhrer nicht zugetraut werde, Susannes Gesang zu verstehen.

Auch der Track „Moritori E Salutant“, der eine blutige Schlacht beschreibt, beweist, wie man selbst so ein fesselndes Thema uninteressant wirken lassen kann. Beginnt der Song noch mit dem Sample zweier aufeinanderprallender Schwerter, beschränkt sich Axel Menz später darauf, „Moritori E Salutant“ zu brüllen. Hört sich komisch an - klingt auch so.

Bei „Lord Of Heaven“ weiß man nun gar nicht, was man denken soll - ist es ein ernst gemeinter Missionarsversuch, wenn eine abgehobene Stimme, unterlegt von Synthesizern, von der Herrlichkeit Jesus und seiner Unsterblichkeit erzählt, wobei sich der Text mehr albern als ernst gemeint anhört? Vielleicht sind Hekate da ein wenig zu euphorisch geworden, ein wenig zu abgehoben, ich kann jedenfalls keine mit Halleffekt unterlegte Stimme ernst nehmen, die immer wieder ruft „So shell not die“.

Und auch der vielversprechend klingende „Dance of Taurus“ überzeugt nicht gerade durch seine mitreißenden Rhythmen und man kommt wirklich ins Grübeln, ob „Break The Silence“ ein passender Name ist - manchmal ist Stille eben doch besser.

Insgesamt eine eher schwache Platte, was weder am Können der Künstler, noch an den Instrumenten liegt, hier haben Hekate wirklich gute Ideen präsentiert. Auch das Zusammenspiel von alt und neu ist nicht problematisch. Aber ab und zu wünscht man sich dann doch etwas mehr Pfeffer, vielleicht weniger schwere Thematik und dafür ein wenig mehr Tempo.

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