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Heimataerde: Dark Dance

Die Hymne für die "Tænzer der Nacht"
Wertung: 8.5/10
Genre: Mittelalter-Electro
Spielzeit: 27:21
Release: 04.12.2009
Label: Infacted Recordings

Die neue EP des wohl exklusivsten Electro-Exports Deutschland ist da. Gleichwohl Fans von treibenden Electro-Beats wie auch Anhänger der Mittelalterfraktion spricht Ritter Ashlar von Megalon mit seiner exquisiten Mischung an und hat damit nicht gerade wenig Erfolg.

„Dark Dance“ lautet der Titel der EP und mit dem gleichnamigem Track will man nun die entsprechenden Clubs erobern. Zunächst vernimmt man die mystisch-mysteriösen Klänge des knapp zweiminütigen Intros „Tænzer Der Nacht“, das aufgrund der von Megaherz-Sänger Lex eingesprochenen Sprachsamples den Hörer in eine andere Welt in einer anderen Zeit entführt und diesen direkt mitreißt. Nicht weniger mitreißend ist der folgende Song „Dark Dance“ im Medievalfloor-Mix - entstanden ist dieser Song aus einer Kooperation mit DJ Gillian, die sich zufällig auf einem Dark Dance ergeben hat - in dieser Version des Tracks vernimmt man die für Heimataerde so typischen Melodiebögen in klassischer Art und Weise umgesetzt, unterlegt mit treibenden, tanzbaren Beats und verstärktem Synthesizer-Einsatz sowie perfekt gemasterten und dezent eingesetzten E-Gitarren die dem Song eine Extraportion Druck verleihen.

Nachdem das alternative Stück „Veni Veni Emmanuel“ – das auch mehr auf die Clubs ausgerichtet ist, jedoch nicht im Geringsten mit „Dark Dance“ konkurrieren könnte – etwas vor sich hintröpfelte, folgt die Mainfloor-Version des Titeltracks. Mit atmosphärischen Flächensounds beginnt der Song, der sogleich mit drückenden Synthesizer-Attacken die „Tænzer der Nacht“ zu ihrem Werk anleitet. Die Melodie der typischen – auch wieder sehr tanzbaren – im Heimataerde-Stil umgesetzten Version der mittelalterlichen, altschwedischen Ballade „Herr Mannelig“ dürfte vielen bereits bekannt sein. Der Text aus Sicht der Trollin hält sich übrigens nicht an die Originalübersetzung, sondern ist etwas moderner ausgefallen, was jedoch gut zur treibenden Art der Musik passt und besonders im vielschichtigen, furiosen Finale zu überzeugen weiß.

Noch treibender und – zumindest gefühlt – schneller ist die Maschinenfloor-Version von „Dark Dance“ ausgefallen, die sich ohne schlechtes Gewissen als nächster, starker Industrial-Hit bezeichnen lassen kann. Zu guter Letzt findet man auf der EP noch eine Live-Version des selbstbetitelten Songs „Heimataerde“, die durch einen ehrlichen und direkten Klang zu bestechen weiß.

Bemerkenswert ist, wie viel Erfolg Heimataerde mit ihrer Mischung und den deutschen Lyrics auch in dem Rest der Welt haben – man sehe sich nur Mal die LastFM-Präsenz des Projektes an. Dort wird deutlich, dass Heimataerde sogar lange etablierte Szenehasen wie Wynardtage in Bezug auf Anzahl der Fans oder der gespielten Titel locker in die Tasche steckt. Die EP ist abwechslungsreich und weist durch die Bank nur gute Songs auf – vielleicht hätte man einen neuen Song mehr mitnehmen können anstatt der recht ähnlichen Mainfloor und Maschinenfloor-Versionen, doch im Endeffekt ist diese EP für Anhänger des Projekts ein absolutes Muss, Fans von atmosphärischer beziehungsweise mittelalterlicher Musik oder elektronischer Tanzmusik der dunkleren Art können hier ebenfalls nichts verkehrt machen - ob Neulinge jedoch nicht lieber auf das kommende Album „Unwesen“ warten sollten, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Einen Fehlkauf macht man mit dieser EP allerdings nicht, es sollte wahrlich für jeden noch so anspruchsvollen Musikgeschmack etwas dabei sein.

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