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Heavenwood: Redemption

Der Glanz einstiger Tage scheint verblasst
Wertung: 5/10
Genre: Melodic Rock
Spielzeit: 54:24
Release: 17.10.2008
Label: Recital Records

Mitte bis Ende der Neunziger strebte neben Moonspell eine weitere portugiesische Band nach Erfolg im Genre des Gothic Metal. Die Rede ist von Heavenwood, die damals mit „Diva“ (1996) und dessen Nachfolger „Swallow“ (1998) zwei Alben geschrieben haben, die wunderschönen atmosphärischen Gothic Metal boten.
Doch dann hörte man lange Zeit nichts mehr von den Portugiesen, bis Ende November ihr drittes Album „Redemption“ das Licht der Welt erblickte.  
Doch ob „Redemption“ auch an die glorreichen Tage der Band Ende der Neunziger anzuknöpfen vermag?

Was schon beim ersten Eindruck einen mächtigen Wandel durchschritten zu haben scheint, ist das Songwriting an sich. Denn da, wo „Diva“ und „Swallow“ noch mit kraftvollem, atmosphärisch voll aufgeladenem Gothic Metal punkten konnten, da macht das Material auf „Redemption“ einen ganz gewaltigen Schritt in Richtung Rock. Gefallen finde ich als Anhängerin der Band in deren ersten Stunde nicht besonders.

Auch wenn „13th Moon” vom Riffing her stellenweise stark an die Finnen von Sentenced heranreicht, so schafft der Openersong es dennoch nicht, dass man sich in seinen Klangwelten treiben lassen kann.
Während „Me & You” fällt etwas auf, das in den Endneunzigern undenkbar gewesen wäre: Die Vielseitigkeit der Stücke hat erheblich nachgelassen. Dieses Stück krankt gar vor Langweiligkeit, denn großartige Momente fehlen hier gänzlich.

Ein wenig mehr spannend wird man dann durch ganz sachtes orientalisches Riffing von “Bridge To Neverland” und prächtige Growls entführt. Dieses Stück spiegelt die alte Stärke der Portugiesen noch am ehesten wieder, denn hier wird schönerweise das musikalische Spektrum der Band hörbar.

Viel zu sehr in die seichte und auch rockige Ecke geht “Fragile”, dessen Cleanvocals, man möge es mir verzeihen, mich an die der Pet Shop Boys erinnern. Und auf seine Spielzeit betrachtet, besticht auch dieses Stück wieder nicht gerade durch sein abwechslungsreiches Songwriting. Von Enttäuschung zu sprechen, wäre an dieser Stelle des Albums vielleicht noch zu verfrüht, doch was auf jeden Fall schon das Denken bestimmt, das ist Ernüchterung.

Warum müssen die Portugiesen mit “One Step To Devotion” so klingen wie die Sisters Of Mercy? Das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen, denn eigene Trademarks haben die Jungs doch auch, oder pardon: Sie hatten, nämlich damals, in den Neunzigern, wovon aber derzeit aktuell nicht mehr allzu viel von übrig geblieben zu sein scheint.
Auch das schwerfällige „Foreclosure” sowie das relativ nichts sagende „Obsolete“
bieten neben einer hier und da schön anzuhörenden Gitarrenarbeit keine nennenswerte Offenbarung.

Ein zarter Spross der Hoffnung macht sich breit bei dem powervollen Start von „Her Scent In The Spiral“, denn hier und auch in den Growls findet man Parallelen zu dem alten Songmaterial. Aber die Ernüchterung folgt leider auf dem Fuße: Ich kann mir nicht helfen, aber damals klangen die Cleanvocals doch nicht so leicht quäkig.
Auch die beiden letzten Stücke „Take My Hand“ und “Slumber“ lassen das Feeling nicht wieder auferstehen, das von den beiden Vorgängeralben ausgegangen ist.
Die Produktion ist gelungen, und doch ist diese Scheibe ihren Erwartungen nicht gerecht geblieben, wenn man sich das Ganze aus der Sicht eines Fans der ersten Stunde anhört.

Fazit: Es gibt Dinge, die sollte man in guter Erinnerung behalten, wie man sie vor langer Zeit in ihrer vollen Pracht erlebt hat. Und leider Gottes trifft dies auch für „Redemption“ zu.
Für Fans der Anfangszeit der Band eher eine Enttäuschung, wer allerdings auf Gothic Rock steht und sich nicht weiter in die musikalische Vergangenheit der Band vertieft, der kann mit dieser Scheibe nichts falsch machen.

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