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Heaven’s Basement: Fire, Fire Pic-7“

Endlich wieder etwas Vernünftiges von der Insel
Wertung: 8/10
Genre: Indierock/ Alternative/ Heavy Rock
Spielzeit: 4:16 + 4:52
Release: 09.11.2012
Label: Red Bull Records

Normalerweise heißt es ja “Ohren auf Durchzug”, wenn die britischen Presse sich gerade wieder einmal darauf einschießt, den neuesten Insel-Hype zu promoten und den Leuten auf dem europäischen Festland und auch dem Rest der ganzen Welt die ach so wichtige Offenbarung zu präsentieren. Trotz aller Vorsicht sollte man dabei aber für Heaven’s Basement das Radar wieder einschalten, denn ihr Werdegang kann schon durchaus als imponierend durchgehen, denn auch wenn sie sich Anno 2008 gerade erst gegründet hatten und noch keinen einzigen Tonträger vorzuweisen hatten, durften sie schon vor voller Hütte bei Bon Jovi eröffnen – einen Bilderbuchstart nennt man das wohl, der dann erst später mit der EP „Heaven’s Basement“ auch in Releaseform gegossen wurde.

Überhaupt scheint die Band lange ihren Fokus auf die Liveschiene verlegt zu haben, denn nur mit einer weiteren EP im Gepäck („Unbreakable“ von 2011) tourten sie sich sprichwörtlich den Arsch ab, ließen sich Anfang Dezember auch in Deutschland im Vorprogramm von Seether blicken und hatten im Vorfeld zur Tour dann diese Picture-7“ „Fire, Fire“ mitgebracht.

Das Vinyl selbst ist ein 62g schweres Kleinbrikett in Flammenoptik, welches auch auf der Platte selbst alle wesentlichen Informationen bereit hält (leider wie so häufig werden hier auch die Anzeige von der Abspielgeschwindigkeit – 45rpm sind es – sowie die Songlänge nicht angegeben). Ein stabiler Pappschuber mit dem Zündhölzerartwork, welches grobkörnig und ein wenig unscharf gehalten ist, beschützt die 7“, eine weitere Innenhülle ist nicht dabei. Die Rückseite des Verwahrungskartons ist dann wieder mit allen wichtigen Informationen über das Release ausgestattet.

So sehr aber auch ein Vorab-Vinyl-Release in der Kategorie „sympathisch“ einzustufen ist, so müssen Heaven’s Basement natürlich auch musikalisch das sonstige Inselniveau hinter sich lassen – und das machen sie dann mit Bravour, denn schön bratender Heavy Rock dröhnt da aus den Rillen und lässt Parallelen von Black Stone Cherry bis hin zu Motorjesus erkennen. Die A-Seite beinhaltet das flotte „Fire, Fire“ mit dem Alter Bridge-Riffing und den Chris-Robertson-Vocals. Zwischendurch nehmen die Briten zwar kurz das Tempo heraus und zupfen auch auf der Akustischen herum, säbeln aber kurz darauf wieder mit einem starken Solo in die Vollen – ergo völlig überzeugende A-Seite.

Auf der Flipside sieht es bei „Executioner’s Day“ nicht wesentlich anders aus, auch wenn hier das Riffing zum größten Teil auch aus der Feder unserer Mönchengladbacher Jungs Motorjesus stammen könnte. Treibend, fesselnd, auch hier wieder mit fantastischen Soligitarren, alles schön songdienlich und modern, auch wenn immer wieder der eine oder andere Hauch aus den Siebzigern und Achtzigern herüberweht.

Unabhängig vom Grundrauschen eines Picture-Vinyls liegt hier eine erste prächtige Vorabbestimmung zum Debüt „Heaven’s Basement“ vor. Inwieweit die Vinyl-Picture-7“ limitiert ist, geht leider nirgends hervor, für Fans der oben beschriebenen Bands und Stilrichtung liegt aber trotzdem ein schmuckes Sammlerstück vor. Irgendwo im weltweiten Netz werden auch signierte Singles angeboten – hier ist natürlich immer ein wenig Vorsicht geboten. Wahre Fans lassen sich das Vinyl dann persönlich signieren – auf der nächsten Tour zum Beispiel.

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