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Heart To The Core Vol. 5

Im Vergleich zum Vorgänger nicht ganz so gut
keine Wertung
Genre: Hardcore, Metalcore, Deathcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 62:00
Release: 19.02.2012
Label: Eigenproduktion

Die Heart To The Core-Sampler des ehemaligen Lying Apart- und jetzigen Austin Death Trip-Mitglieds Marius sind schon seit dem zweiten Output 2010 ein fester Bestandteil der Core-Szene. Der Oldenburger versammelt auf seinen, mehr oder weniger im Eigenvertrieb produzierten Platten deutsche, junge Bands aus dem Bereich Metalcore, Deathcore, Hardcore und was sich da sonst noch alles anbietet und gibt ihnen so die Chance, ihre Musik auf die Welt loszulassen.

Kurz vor dem vierten Teil der Reihe gab es dann die Hiobsbotschaft: HTTC sollte hiermit sein Ende finden, nach nicht einmal einer Handvoll Samplern. Zum Glück hat sich das recht bald erledigt – inzwischen wird auch schon fleißigst am sechsten Volume gebastelt, hier liegt uns aber erstmal der fünfte Teil vor, der mit reichlich Blut, Schweiß und Tränen verbunden war. Ständig sprangen Bands kurzfristig ab und letztlich bekam man mit Hängen und Würgen die 21 Plätze auf der Tracklist voll. Dass dabei nicht nur hochklassige Bands vertreten sein können, war von vornherein klar – Ehre gebührt aber dem, der das Release dennoch durchgezogen hat, um die Fans und die zuverlässigeren Bands nicht zu enttäuschen.

Mittlerweile ist der Vorgänger fast ein Jahr alt, da kommt also ordentlich was an Bandbewerbungen zusammen. Den Anfang machen die bayerischen Herren von Skullcrusher, deren Song „Clean Slate“ aber gleich irgendwie bekannt vorkommt – was vielleicht daran liegt, dass das Gitarrenintro so oder so ähnlich schon von gefühlten Millionen Core-Bands verwendet wurde. Technisch können die Jungs einiges, Abwechslung gibt es hier aber doch reichlich wenig.

Der erste Glanzpunkt der Platte sind dann die Jungs von For All My Sins aus Kaiserslautern. Die Truppe tendiert mehr in die Post-Hardcore-Richtung mit ordentlich Death Metal, hält sich dabei aber nicht lang mit atmosphärischen Intros auf, sondern feuert aus allen Rohren – allen voran Sänger Robert, der einen Großteil der sonstigen Sänger auf diesem HTTC-Teil erstmal an die Wand singt. Unglaublich, dass Flachpfeifen am laufenden Band Plattendeals in den Arsch geschoben kriegen und ausgerechnet diese Jungs noch auf dem Trockenen sitzen. Da sieht man mal, was mit dem Musikbusiness heutzutage nicht stimmt.

Ebenfalls aus Rheinland-Pfalz kommen die darauffolgenden Died For A Promise, die sich mit „Derelict“ ebenfalls nicht lumpen lassen: Man weiß nicht so recht, wie man die Mischung aus Hardcore, fetten Breakdowns und Death-Growls, gemischt mit Klargesang einschätzen soll, aber sie bombt definitiv den Putz von der Wand. Die Pfalz scheint da Core-technisch einige Überraschungen in petto zu haben.

Ein weiterer Beweis dafür sind State Of The Art aus Halsenbach. Ist das irgendwas im Pfälzer Trinkwasser oder warum gehen die Bands aus der Region so dermaßen nach vorne? Direkt danach gibt es mit Korben Dallas (ist da jemand ein Fan des schöpferischen Treibens von Bruce Willis?) die erste Band der Platte mit deutschen Texten. „Onkel Charly“ treibt etwas gewöhnungsbedürftig durch die Boxen, so wie komischerweise deutsche Texte im Core immer etwas gewöhnungsbedürftig zu sein scheinen – nichtsdestoweniger ist der Track interessant und verdient es, auch mehrmals gehört zu werden.

Mit  A Plumbers Nightmare finden sich hier ein paar alte Bekannte, die mit ihrer „Bloodwinger“-EP erstmal die Redaktion umgeblasen haben – selbiger Titeltrack ist nun hier zu bestaunen. Wie immer merkt man hier, wenn man zwischen den einzelnen Songs springt, den Lautstärkeunterschied deutlich. Im Vergleich zu den Klempnern klingen beispielsweise Methods Of Massacre, als würde man den Song durch einen Haufen Watte hören.

Gegen Ende lassen die Bands ein wenig nach. Versus My Phobia zum Beispiel haben zwar einige richtige fiese Vocals im Gepäck, holzen sich aber leider relativ stumpf durch die Botanik – auch wenn der Refrain richtig hasserfüllt genial daherkommt. Zum Glück hauen die Karlsruher The Fracture noch mal ordentlich in die Saiten, wenngleich „What Has Happened?!“ nicht unbedingt den besten Track der Truppe darstellt.

Fazit: „Heart To The Core Vol. 5” kommt nicht ganz an den Vorgänger ran, die Auswahl der Bands ist zwar unverändert abwechslungsreich, auch wenn diesmal – zum Glück – weniger Trance- und Dancecore beigemischt wurde; dennoch halten sich zu viele der hier vertretenen Truppen im Mittelmaß auf. Teil sechs der Serie darf man aber trotzdem oder gerade deswegen nicht minder gespannt erwarten.

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