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Heart To The Core Vol. 11

Es bleibt spannend
keine Wertung
Genre: Metalcore, Hardcore, Deathcore, Screamo
Spielzeit: 72:12
Release: 29.04.2015
Label: Eigenproduktion

Bereits 2010 erschien der erste Heart To The Core-Sampler – kaum zu glauben, mittlerweile ist Nummer zwölf bereits draußen (ein Review gibt’s natürlich wie immer in Kürze bei uns). Auch hier gilt das altbewährte Rezept: Marius (ex-Lying Apart, Austin Deathtrip plus Axl Hoffmann  plus 20 Core-Bands unterschiedlichster Couleur aus ganz Deutschland – und unter’m Strich bleibt einmal mehr ein interessanter Einblick in die moderne Hardcore-Landschaft.

Dabei kann man beim ersten Blick auf die Tracklist sehen, wie abwechslungsreich es diesmal zu werden verspricht: Da  tummeln sich Mein Kopf ist ein brutaler Ort, die Zeilen raushauen wie „Es tut nur weh, wenn du es überlebst“ mit den Screamos Resonant Of Mind, die mit „It’s A Secret To Everybody“ musikalisch eindeutig an Alesana und Co. anknüpfen, weiter unten auf der Liste prügeln sich die Landauer Lokalmatadore Slaughterra durch’s  Unterholz – es wird also interessant. Bewertungsfrei was die Punktezahl angeht verbleiben wir auch diesmal; Sampler mit einer Punktzahl zu besehen ist einfach zu beschwerlich.

Nach dem recht konträren Einstand mit Resonant Of Mind und MKIEBO geben sich Sic Boy mit „HCMC“ dem Old School hin, wenn das Ganze auch ein bisschen schleppend vonstattengeht.  DRILL STAR AUTOPSY aus Sachsen-Anhalt haben sich laut eigenen Angaben dem „Swedish Death Metal Hardcore“ verschrieben und bieten mit „generation of meth“ tatsächlich ein ordentliches Hardcore-Brett mit stellenweise der Göteborger Schule entsprungenen Gitarrenläufen.

Mit ihrem leicht schief klingenden Sänger haben one strike left definitiv einen Wiedererkennungsfaktor, auch die flirrenden Gitarren tragen zum Einprägen der punklastigen Nummer „Underwate Knife Party“ bei – man weiß nicht genau, was es ist, aber der Track hat definitiv das gewisse Etwas. Wesentlich ausgefeilter gehen da Don’t Try This bei „My Burden“ zu Werke, das uns mit einem sphärischen Intro Ruhe vorgaukeln will, bevor Sänger Carlo ordentliches Geschrei loslässt. Dank des glasklaren Sounds macht der Song ordentlich Spaß und gehört definitiv zu den Sampler-Highlights.

Den Exotenstatus haben heute die Schweizer Sickret inne, die mit „Bastard“ an die Crossover-Zeit der frühen Neunziger anzuknüpfen scheinen und ein gutes Stück an die Beastie Boys erinnern. Zum Finale erklären die Brandenburger Addicted To Hate mit „They Declare War“ den Krieg, ganz unscheinbar haben die Jungs sich als Metalcore ausgezeichnet, dabei würde Sänger Sonny jeder Grindcore-Band zur Ehre gereichen.

Ein schöner Abschluss für eine wieder mal rundherum spannende und vor allem abwechslungsreiche Platte, bei der man das Bestreben bemerkt, den breitgefächerten Begriff „Core“ so gut wie möglich in seiner Vielfalt abzudecken. Neben alten Bekannten gibt es auch immer wieder Neues zu entdecken – es bleibt interessant im HTTC-Universum.

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