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Headshot: Synchronicity

Kreator meets Arch Enemy
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 49:38
Release: 20.05.2011
Label: Firefield Records

Die Frauen sind auf dem Vormarsch. Nicht nur Fußball können die dem schöneren Geschlecht Zugehörigen spielen, sie spielen oder growlen auch immer öfter in Metalbands. Im vorliegenden Fall nimmt die Dame den Part der Frontfrau ein. Wem jetzt unweigerlich Bands wie Holy Moses oder Arch Enemy einfallen, der bewegt sich schon einmal grundlegend in die richtige Richtung. Die Band Headshot aus Braunschweig hat sich nämlich dem Thrash Metal verschrieben. Auf ihrer neuen Scheibe „Synchronicity“ legt die Gruppe sehr viel Wert auf ausgeklügelte Gitarrenarbeit und ausgefeilte Songstrukturen, was die Verbindung zu den oben bereits genannten Arch Enemy noch einmal verdeutlicht. Headshot sind aber keinesfalls eine Zweite-Reihe-Nummer oder gar ein Abklatsch der Szenegrößen. Geschickt winden sich die Braunschweiger durch Elemente, die an verschiedenste Thrashlegenden erinnern, ohne dabei ihren eigenen Stil zu verleugnen. Jeder Thrashfan wird immer wieder Passagen finden, die nach Kreator oder auch Sodom klingen. Doch noch viel öfter wird man sich einfach an den flüssigen Songs erfreuen. Die Titel von „Synchronicity“ scheinen den Musikern leicht von der Hand zu gehen, obwohl hier keineswegs Drei-Akkord-Songs aufgetischt werden. Positiv auffällig ist, dass die Scheibe trotz durchgehend recht gleicher Gangart niemals langatmig wird. Man kann sich nur schwer etwas anderem zuwenden, weil immer ein Break oder ein Solo parat steht, dass die Aufmerksamkeit erneut auffrischt.

Headshot erfinden das Rad nicht neu, keine Frage. Anstatt aber krampfhaft nach etwas Besonderem zu suchen, geben sich die Musiker ihrer Leidenschaft für Metal hin und erschaffen so ein schön zu hörendes, gleichmäßiges Album, das durchaus einige richtig fette Nummern enthält. Und wenn man jetzt mit Gewalt nach einem Kritikpunkt sucht, so kann man den nur mit größter Mühe beim Sound finden. Dieser klingt nicht ganz rund. Technisch ist soweit alles in Ordnung, doch klingt „Synchronicity“ etwas zu stark nach den Achtzigern, zu pseudoauthentisch. Retrofans werden sicherlich ihren Spaß an dem Teil haben. Wer aber auf eine moderne Produktion steht, der wird mit „Synchronicitiy“ stellenweise auf Kriegsfuß stehen.

Grundlegend stellen Headshot mit ihrem neuen Rundling aber ein sehr kurzweiliges und gut hörbares Werk vor, das sich vor nichts zu verstecken braucht. Besonders die richtig markanten Songs wie das beispielsweise hier aufgeführte „In Silence“ bestechen durch ihren Drive und den Wiedererkennungswert. Ein gewisser Ohrwurmcharakter kann den Liedern auch oft nicht abgesprochen werden. Hier sollte das Killerriff zu „Intensify My Fear“ aufgeführt werden. Die Band spielt guten, female fronted Thrash Metal. Nicht mehr und nicht weniger. Innovationsfans werden sich jetzt nicht direkt angesprochen fühlen, doch alle Thrash-Metal-Jünger sollten hier wirklich ein Ohr riskieren. Es lohnt sich.

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