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Havok: Burn

Der Thrash-Metal lebt wieder auf
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 48:56
Release: 28.08.2009
Label: Candlelight Records/Soulfood

Beim Leibhaftigen: Er lebt! Wer? Na, der Thrash Metal, und das frei nach dem Motto "je oller, desto doller". Während die Metal-Szene derzeit in vielen Punkten zu stagnieren scheint, feiern diverse extreme Stile ihr persönliches Revival. Zunächst war es der schwarze Stahl, nun die Old-School-Variante des Speed/Thrash-Sounds – und wie gehabt: alle wollen ein Stückchen vom großen Kuchen abbekommen…

Die Herrschaften von Candlelight mischen momentan sogar in beiden Sparten mit und haben mit Havok ihren ersten Thrash-Export in den Stall geholt. Und was für einen! Die US-Amerikaner zelebrieren, ähnlich wie jüngst die überragenden Kollegen von Mantic Ritual, die ursprünglichste Form dieses Sounds, lehnen sich hierbei aber verstärkt an die teutonische Ausprägung an. Besonders Destruction haben bei der Entstehung des neuen Albums "Burn" Pate gestanden, speziell was die Midtempo-Arrangements vieler Songs betrifft, die mehr oder weniger von Schmier und Co. beeinflusst zu sein scheinen. Die erste Albumhälfte ist voll von modifizierten Zitaten, lässt sich derweil aber trotzdem nicht auf die Plagiat-Schiene ein, da die Songs einfach zu abwechslungsreich gestaltet sind. Nummern wie "The Root Of Evil" und "The Disease" klingen wie die gute germanische Schule, jedoch veredelt mit Elementen aus dem guten alten San Francisco – und das zieht jederzeit problemlos!

Was Havok weiterhin von der Konkurrenz unterscheidet, ist die Tatsache, dass man nicht auf Teufel komm raus alle erdenklichen Extreme ausloten will. Im Vergleich zu Bands wie Warbringer gehen Havok wesentlich gemäßigter ans Werk, nichtsdestotrotz aber sehr akzentuiert und zielstrebig. Im zweiten Albumabschnitt wimmelt es nur so von treibenden Speed-Metal-Granaten, denen es weder an Durchschlagskraft, noch an Originalität fehlt. Zwar sind die bekannten Inspirationen nicht von der Hand zu weisen, doch mit ihrem frischen Mix aus Old-School-Thrash, Teutonen-Einschlag und NWoBHM-Räudigkeit machen Havok jede störende Parallele ziemlich schnell wieder vergessen. Hinzu kommt, dass die Amerikaner sich im kompletten Dutzend neuer Songs nicht einen Aussetzer erlauben. Stattdessen zeigt die Band bis zum Schluss ein stetiges Steigerungspotenzial, das in Nummern wie "In Hell" und "Melting The Mountain" den Höhepunkt erreicht.

Ein Höhepunkt ist schließlich das gesamte Album! Neben dem aktuellen Werk von Mantic Ritual gibt es derzeit wohl keine Thrash-Scheibe, auf dem der Old-School-Genre-Mix überzeugender und fokussierter dargeboten wird als auf "Burn". Ob Havok dementsprechend auch der sofortige Durchbruch gelingt, ist allerdings noch fraglich. Denn wie das mit einem Revival nun mal so ist, wird die erneute Ausschlachtung schon bald kommen. Hoffen wir also, dass sich am Ende die Qualität durchsetzt – und die hört anno 2009 ohne jeglichen Zweifel auf den Namen Havok!

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