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Hatred: War Of Words

Lasset die Spiele beginnen!
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 69:32
Release: 18.09.2015
Label: MDD Records

Boah! Dieses Mal hat es lange gedauert, bis die neue Scheibe da war. Fast fünf Jahre sind vergangen seit „Destruction Manual“. Nun sind die Franken Hatred wieder am Start und beginnen den „War Of Words“.

Auffällig ist, dass zuerst mal nichts auffällig ist. Nach der langen Pause muss man echt erst mal das Vorgängeralbum hervorkramen, um einen Vergleich zu erlangen. Und schon kommt die Erkenntnis, dass das eine Scheißidee war. Die beiden Platten kann man nämlich so direkt nur schwer gegenüber stellen. „War Of Words“ hat eine deutlich melodischere Ausrichtung als der Vorgänger und präsentiert sich auch sonst vielfältiger, als das bei „Destruction Manual“ der Fall war (blöd nur, dass mir „Destruction Manual“ schon recht gut gefallen hat – Anm.d.Verf.). Hinzu kommt, dass vor allem Shouter Bacchus deutlich mehr Gas gibt als auf der letzten Veröffentlichung. Wie der Mann so viel Energie rausschreien kann, bleibt ein Rätsel. Fakt ist aber, er macht es einfach.

Die ganze Platte hindurch beherrscht ein Wort das zentrale Denken: Energie! „War Of Words“ ist unglaublich verdichtet und schlägt aus den Boxen wie ein elektromagnetischer Impuls. Gerade Nummern wie „Chaos“ sind gewaltige Nackenbrecher, die sich live sicherlich bestens bewähren werden.

Nehmen wir doch genau diese Nummer einmal genauer unter die Lupe.
Eingangs bekommt der Hörer ein fettes Thrash-Riff um die Ohren gefeuert. Dazu addiert sich richtig fieser Keifgesang, der ein bisschen was von einem schweren Krupp-Husten hat. Relativ schnell erhöht sich der Druck auf den Hörer, indem der erste Chorus und Refrain zuschlagen. Hier wird auf Massendynamik in Form eines Schreichors und auf einen wieder mal wahnsinnigen Frontsänger erfolgreich spekuliert. Die Mischung funktioniert wunderbar. „Chaos“ hat aber noch mehr zu bieten: Zwischendrin gibt es akustische Gitarren und sogar einen kurzen, cleanen Gesangspart. Danach wird der Gashahn natürlich nochmal aufgedreht und man stürzt sich ins Finale.

Ähnlich verhält es sich mit einigen anderen Liedern auf der Platte. Hatred geben fast immer Vollgas und lassen keine Gelegenheit für eine Dynamikerweiterung aus. So klingt der Silberling vom Anfang bis zum Ende unverbraucht und innovativ.

Genau so sollte Thrash im Jahr 2015 klingen. Gut produziert, auf die Kacke hauend und mit Mut zur Veränderung – das sind Hatred im aktuellen Zustand. So kann die Reise weitergehen! Unbedingte Anspieltipps sind der Titeltrack und „Chaos“. Abschädeln ist hier garantiert.

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